Identifikation

Aktuelle Technologien in der Fachzeitschrift

Ohne Barcode und Transponder bewegt sich heute nichts mehr, besonders in der Logistik. Auto-ID liefert Daten perfekt, zuverlässig und kostengünstig. Der Fachteil «Identifikation» der Fachzeitschrift swisspack international widerspiegelt diese Branche und umfasst ein sehr attraktives redaktionelles Angebot aktueller Technologien der automatischen Identifikation und Datenerfassung. Vorgestellt werden die Entwicklungen bei Strichcode-Lasern und -Druckern, mobilen Datenerfassungsgeräten, Datenfunk-Systemen, Radiofrequenz-Transpondern (RF-TAGs), Geräten für die Bild-, Unterschrift- und OCR-Schrifterfassung sowie die biometrischen Auto-ID-Systeme führender Unternehmen in Europa. Besonderer Wert wird dabei auf Anwenderberichte aus der Praxis gelegt.


 

Drahtloses Strichcode- / 2D-Code-Lesegerät

Die 1600-Serie von «CipherLab» bietet beim Strichcode- / 2D-Code-Lesen völlige Bewegungsfreiheit. Mittels Bluetooth-Funk kann eine Reichweite von mindestens 10 m erreicht werden. Ausserhalb der Funkabdeckung oder im Memory-Mode werden die Lesungen zwischengespeichert und später korrekt übermittelt. Die Übermittlung kann durch USB-Kabel oder drahtlos über Bluetooth erfolgen. Die erfassten Daten simulieren Tastatureingaben. Neben dem lieferbaren USB-Bluetooth-Empfänger werden auch diverse Fremdgeräte mit integriertem Bluetooth-Empfänger wie iPad und iPhone unterstützt. Das sehr kompakte Gerät besticht durch modernes Design und ergonomische Handhabung. Es bietet sehr gute Leseeigenschaften, grosse Robustheit und lange Betriebszeit mit einer Akkuladung. Ein Testkit kann bei Elcode AG bestellt werden.

 


 

CCD-Scanner mit OLED-Display und Ethernet

Anfang 2011 gelang es wenglor als erstem Sensorhersteller, die inzwischen weit verbreitete Ethernet-Technologie in seine Sensorikprodukte zu integrieren. Aktueller Neuzugang im Bereich Identtechnik ist ein ethernetfähiger CCD-Scanner, der Barcodes bis zu einem Abstand von 320 mm sicher erkennt. Der CCD-Scanner im robusten Aluminiumgehäuse überprüft Etiketten auf Vollständigkeit und Qualität der Informationen und liest Barcodes, die direkt auf glänzenden Materialien aufgedruckt oder eingelasert sind. Selbst Barcodes mit geringem Kontrastunterschied oder schlechter Druckqualität kann der mit Rotlicht arbeitende Scanner noch erkennen. Über ein intuitiv bedienbares OLED-Display können die gelesenen Codes und der Zustand der Ein- und Ausgänge in mehreren Sprachen auf einen Blick erfasst werden. Ein ungewolltes Verstellen des Sensors wird mittels Passwortschutz verhindert. Die direkt am Scanner angebrachte, grüne «Good Read»-LED gibt dem Anwender eine klare Rückmeldung über den aktuellen Lesestatus. Neben dem graphischen Display als Einstelloption kann der CCD-Scanner auch über die geräteeigene Website konfiguriert werden. Der weltweite Zugriff auf die Website erfolgt durch einen in den Scanner integrierten Webserver. Ganz ohne Zusatzsoftware kann die Website des Produktes mit einem beliebigen Browser aufgerufen werden. Die Daten können über eine übersichtliche Bedienoberfläche von überall aus schnell und einfach ausgelesen werden. Eine Fernwartung ist dadurch ebenfalls möglich. Durch eine einheitliche Versorgungsspannung von 24 V und Schutzart IP67 eignet sich der Scanner auch für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen und bei extremen Temperaturen von -20 bis 50 °C. Der CCD-Scanner kann wahlweise über eine serielle RS-232-Schnittstelle oder eine Ethernet-Schnittstelle konfiguriert und in die vorhandene Infrastruktur eingebunden werden. Er lässt sich mit allen Ethernet-basierten Kommunikationsplattformen betreiben, über welche die Daten der Barcodes ausgelesen und an die übergeordnete Steuerung übertragen werden. Die über Ethernet verbundenen Systemkomponenten ermöglichen einen schnellen Datentransfer, ein einfaches Auslesen und Analysieren der Prozess- und Servicedaten sowie eine ortsunabhängige Konfiguration der Sensoren.


 

Single Plane Scanner mit Bildverarbeitungstechnologie

Ein besonderes Highlight am Pack&Move-Stand der ID-Systems AG waren die ersten Single Plane Scanner mit Bildverarbeitungstechnologie: der omnidirektionale Hochleistungsscanner Magellan™ 3200VSi (vertikal, freistehend) und der Magellan 3300HSi (horizontal, Einbau). Als neueste Mitglieder der im Handel führenden Strichcode-Lesegeräte Magellan von Datalogic Scanning erweitern diese Scanner die bestehenden Möglichleiten für den Point-of-Sale im Einzelhandel als auch in Verpackungs- und Logistikanwendungen: Die Geräte vereinen die Dekodierung linearer (1D-) und 2D-Codes. Der Magellan 3200VSi / 3300HSi Scanner verwendet eine neue, von Datalogic Scanning entwickelte Bildverarbeitungstechnologie und Software und erzielt dadurch herausragende Ergebnisse beim Erfassen schwer lesbarer Etiketten. Ebenfalls bieten diese Scanner höchste Leistungsfähigkeit beim omnidirektionalen Abtasten, um so die Produktivität des Personals zu steigern. Dank Fähigkeit, 2D-Codes zu dekodieren, hat der Anwender auch die Möglichkeit, neu aufkommende Anwendungen zu nutzen - wie z.B. das mobile Marketing (Codes ab Handy Display), welches die Einbindung von mehr Daten auf kleinerem Platz erfordert. Die vielleicht wichtigste Eigenschaft der Magellan 3200VSi / 3300HSi Scanner ist die Upgrade-Fähigkeit der Software, die nach der Geräteinstallation eine Erweiterung durch neue Anwendungen gestattet - wie z.B. das 2-D-Scannen. Die Möglichkeit, nach der Installation erweiterte Fähigkeiten hinzuzufügen, schützt die Investition des Einzelhändlers und verlängert zudem die Nutzdauer des Scanners. Diese Erweiterungen bzw. Änderungen des Scanners sind einfach mittels Host Download, direkten Anschluss an den PC oder über Micro-SD-Karte möglich. Diese neuen Scanner haben keine beweglichen Teile (wie z.B. Motoren und sich drehende Spiegel, die in anderen linearen Scannern zu finden sind).


 

Originalitätssicherung eines Premium Brands

Pago entwickelte für den österreichischen Markenartikelhersteller Julius Meinl eine komplette Systemlösung auf Basis der RFID-Technologie. Dieses spezielle Fullpackage umfasst sämtliche Komponenten von der multifunktionellen RFID-Etikette über die kundenspezifische Softwarelösung für die RFID-Datenspeicherung bis zur passenden Etikettiertechnik für den variablen Etikettendruck und das Beschriften des Transponders. Die komplette RFID-Etikettierlösung dient der Kontrolle und Sicherstellung, dass nur Original Meinl-Kaffee in den Kaffeemühlen verarbeitet werden kann. Im Abfüllprozess von Julius Meinl werden die Kaffeebohnen in Behälter abgefüllt, gewogen und verschlossen. Der Behälter wird zusätzlich mit einer selbstklebenden Metallic-Etikette versiegelt, die gleich drei Funktionen erfüllt. Ein RFID-Drucker schreibt als erstes die Produkt- und Prozessdaten in den auf der Etikette integrierten RFID-Chip und bedruckt im zweiten Schritt die Etikette mit Lot-Nummer und Verfalldatum.Die bedruckte und beschriftete RFID-Etikette wird nun über den Verschluss des Behälters geklebt und erfüllt so zusätzlich noch die dritte Funktion der Erstöffnungsgarantie. Eine Schlusskontrolle durch Lesen des etikettierten Behälters mit einem RFID-Lesegerät rundet den Abfüllprozess ab. Der versiegelte Bohnenbehälter wird vor dem Einsetzen in die Kaffeemühle geöffnet. Dabei wird die Etikette zwangsläufig in zwei Teile zerrissen. Ein Teil bleibt auf dem Deckel kleben, der andere Teil mit dem integrierten Transponder bleibt auf dem Behälter haften. Dadurch wird der Behälter durch die Kaffeemühle identifizierbar. Jede Bohnenentnahme zum Mahlen wird im RFID-Chip und in der Mühle protokolliert. Nach einer im voraus bestimmten Anzahl Mahlungen muss der Bohnenbehälter durch einen neuen ersetzt werden. Durch die Einzigartigkeit des Transponder-Chips (UID = unique identification number) kann kein Bohnenbehälter mehrmals genutzt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass ausschliesslich Originalkaffee in den Kaffeemühlen verarbeitet werden kann. Nach dem Swiss Star 2009 erhiellt Pago für diese interessante Lösung auch einen Worldstar 2010.




Perfekte Verkaufsstrategie beinhaltet auch eine perfekte Logistik


Die Firma COMPANYS bietet ein attraktives und anziehendes Bekleidungskonzept für trendorientierte Frauen und Männer. Diese Kunden finden bei COMPANYS trendige skandinavische Kollektionen, internationale Trendmarken, stilistische Accessoires und Schuhe. Mit einem klaren Merchandising-Konzept, das sich durch eindeutige Produktaussagen, Individualität und Persönlichkeit abhebt, ist COMPANYS in den grossen Städten der Deutschschweiz mit zehn Stores auf einer Verkaufsfläche über 3000 m2 präsent. Mit der Expansion der Geschäftstätigkeit sind auch die Anforderungen an die interne Logistik und die Informatik-Infrastruktur gewachsen. Damit diese vollumfänglich abgedeckt sind, wurden die Firmen Boss Info AG und ICS Identcode Systeme AG mit der Erneuerung der Infrastruktur beauftragt. Die Firma Boss Info war für die Einführung der ERP-Software, die Kassensysteme, sowie die Programmierung der Bedienerführung über Cytrix-Clients der mobilen Datenerfassungsgeräte zuständig. Die ICS Identcode Systeme AG war für die Bereitstellung der Datenfunkinfrastruktur, sowie die Parametrisierung, Auslieferung und Inbetriebnahme der ICS-DTX 7 MDE-Geräte verantwortlich. Auf dieser Grundlage soll das weitere Wachstum und die Profitabilität der COMPANYS gewährleistet sein. Im Rahmen des integrierten IT-Projekts, welches sowohl Netzwerk, Hardware als auch ein neues ERP umfasste, musste die bereits bestehende Scanner-Infrastruktur durch eine neue Infrastruktur ersetzt werden, welche sich nahtlos in die neue ERP-Umgebung einbetten liess und von den Geräten her den heutigen Standards entsprach. Zu den Zielsetzungen gehörte die Automatisierung von bisher manuellen Prozessen, verbunden mit einer verbesserten Kontrolle der Warenablaufprozesse. Die mobile Datenerfassung unterstützt jetzt den Warenmanagementprozess, indem die Warenein- und -ausgänge sowie die Bestandesaufnahme mit den mobilen Scanner erfasst werden. Durch die mobilen Datenerfassungsgeräte können manuelle Prozesse automatisiert und digitalisiert werden und die Daten direkt ins ERP überspielt werden. Philipp Truttmann, CFO der its COMPANYS AG, Hergiswil, äussert sich nach dem Abschluss des Projekts mit der partnerschaftlichen und professionellen Zusammenarbeit mit den beauftragten Firmen sowie mit den erreichten Resultaten höchst zufrieden: «Trotz sehr engem Terminplan konnte eine MDE-Lösung erarbeitet werden, welche unseren Anforderungen vollumfänglich entspricht.»

MDE-Lösung für Logistikdienstleister


Mehr Transparenz bei der Warenverfolgung und eine schnellere Warenverteilung vom Hersteller über das Zwischenlager bis hin zum Shop bietet die M+R SPEDAG Group ihren Kunden, seit sie die Lieferfahrzeuge mit einer MDE-Lösung ausgestattet hat. Mit Hilfe der AutoID-Experten des Schweizer Systemhauses Zetes AG wurde die komplexe Aufgabe analysiert, in vier verschiedene Prozesse unterteilt und schliesslich mittels MDE-Lösung mit WLAN-Technik realisiert. Eine Besonderheit des Projekts war die extrem kurze Laufzeit. Bereits vier Wochen nach Auftragserteilung erfolgte die Auslieferung des Systems mit Inbetriebnahme und Schulung der Mitarbeiter. Schon nach wenigen Wochen wurde deutlich, dass die MDE-Lösung unter Verwendung der handlichen Motorola-Terminals MC3090 praxisgerecht ist und sich die einzelnen Arbeitsschritte um jeweils bis zu 20 Minuten abkürzen lassen, weil beim Be- und Entladen keine lästigen Papierlisten mehr bearbeitet werden müssen. Stefan Butz, Geschäftsführer der Zetes autoID Systems AG, sieht vielfältige Anwendungsbereiche für diese Lösung: «Ein auf die Kundenbedürfnisse speziell angepasstes MDE-System erlaubt vielen Branchen mit Lieferdiensten die schnelle und sichere Erfassung aller relevanten Daten durch die Fahrer direkt vor Ort».

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