Etiketten und Etikettierung
Trends und Innovationen aus der Etikettierwelt
Die Teilnehmer der beiden «PAGO Innovation Days», welche der Etikettierspezialist Ende Juni an seinem Unternehmenssitz in Grabs veranstaltete, erhielten aus erster Hand neuste Informationen rund um die Produktdekoration mit Selbstklebeetiketten. In Fachreferaten und vier verschiedenen Success Stories, praxisnahen Workshops, Besichtigungen der Produktionsanlagen und Live-Demonstrationen wurde Theorie und Praxis aus der vielfältigen Welt der Etikettierung geboten. Geschäftsführer Mathias Engler (2. von links) und sein Team verstanden es, den aus verschiedenen Industriezweigen kommenden Fachleuten Ideen für attraktive Onpack-Promotionen zu liefern und gleichzeitig eine gemeinsame Botschaft zu übermitteln: Mit Pago-Produkten lassen sich konkurrenzfähige Neuheiten kreieren, welche Vorsprung und Erfolg auf dem Markt bedeuten. Marketing- und Verkaufsleiter Alexander Muxel (3. von rechts) beschrieb die aktuellen Trends, anhand welcher Pago schon viele interessante Produktdekorationen entwickelte. Dazu gehören u.a. die Multi-Sense-Effekte, welche die Wahrnehmung der Produkte durch das Reizen zusätzlicher Sinne erhöhen. Aus diesem Bereich zeigte er Etiketten-Beispiele 
  • für erhöhte visuelle Wahrnehmung (Hintergrund-, Metallic-, No-Label-Look- oder Spezial-Licht-Effekte) 
  • für haptische Wahrnehmung (Funktions-Grip-, Premium-Brand-, Sandstruktur- oder Schaum-Effekte) und
  • für olfaktorische Wahrnehmung (Sommerwiesen-, Zitronen- oder Exotische-Früchte-Duft-Effekte).

  • Anhand mehrerer erfolgreicher Shrink-Sleeves-Beispiele wurde demonstriert, wie der Nutzen der Verpackung im Verkaufsregal mit «360-Grad-Dekoration» maximiert werden kann. Auf dem Rundgang durch die Produktionsräume konnten die Teilnehmer neben verschiedenen Druck- und Veredelungstechniken, Sleeves-Herstellungsanlagen u.a. auch die Produktion auf der neuen Anlage für mehrseitige Pagomedia-Etiketten besichtigen. Diese 3-dimensionale Medien sind u.a. unter den Bezeichnungen Infoform-, Inforoll-, Leporello-, Booklet- oder Kreuzbruch-Label bekannt (Bild: Geschäftsleitungsmitglied Dimitrios Kotsis bei den Erläuterungen).

    Kompaktes Etikettendruck- und Spendesystem
    Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet bedeutet Platz oder Bauraum innerhalb von Montage- und Produktionsanlagen immer «bares Geld». Eine neue Maschinengeneration aus dem Hause topex setzt genau in diesem Segment neue Massstäbe. Extrem kompakte Bauweise, kombiniert mit neuester Steuerungstechnik, zeichnet die neue Thermo-Transfer-Etikettiermaschine des schwäbischen Kennzeichnungsspezialisten aus. Mit der topex 7000 steht ein standardisiert aufgebautes System zur Auswahl, das das gesamte Spektrum für Etikettendruck- und Spendeapplikationen abdeckt. Die Einsatzgebiete sind in Verpackungsanlagen, Montage- und Produktionslinien oder manuellen Arbeitplätzen. Dabei wird das Etikett unmittelbar nach dem Bedrucken durch ein zweiachsiges pneumatisches Vakuumhandling auf das Bauteil appliziert. Da das System lagenunabhängig integrierbar ist, sind Etikettierungen von oben oder seitlich möglich. Durch die wahlweise rechte oder linke Bauweise des Druckes ist auch die Zugänglichkeit für Wartungs- oder Bestückzwecke gut gelöst. Die topex 7000 kann selbstverständlich auch in Sonder- oder projektspezifischen Lösungen eingesetzt werden. Mehrachsige pneumatische oder schrittmotorisch betriebene Handlingssysteme oder z.B. Robotersysteme werden hier zur Verarbeitung der bedruckten Etiketten eingesetzt. Auch bei der Verarbeitung sehr kleiner Etiketten (z.B. 5 x 5 mm) oder bei sehr kleinen Druck- und Etikettiertoleranzen ist die topex 7000 dank Ihres neuen Antriebs- und Steuerungskonzept sehr gut geeignet. Das in seiner Art völlig neue Steuerungskonzept auf PC-Basis vereint alle Anforderungen an neueste Drucktechnologie, Datenkommunikation und Handlingssteuerung. Die offene Schnittstellenarchitektur erlaubt die Anbindung an nahezu alle übergeordneten HOST-Systeme.  Bus oder Ethernetanbindungen sind ebenso umsetzbar wie z.B. serielle oder parallele Datenkommunikation. Eine integrierbare E/A Karte steuert bis zu drei Handlingsbewegungen und spart somit eine externe SPS. Mit dem entsprechenden Softwaretool besteht die Möglichkeit, die Abläufe spielend selbst zu programmieren. Individuelle, projektspezifische Softwarelösungen werden durch ein Team von eigenen IT-Spezialisten umgesetzt.

    Impulse mit Etiketten und Sleeves
    Mit den Möglichkeiten, welche die heutige Etikettiertechnologie bietet, lassen sich vielfältige Wünsche erfüllen. Die Lösungen erstrecken sich von den diversen technischen Kennzeichnungs-, Identifikations- und Rückverfolgbarkeitsvarianten über Funktionsetiketten im Dienste der Sicherheit, des Handlings und der Convenience bis zu den Promotionsetiketten für verkaufsfördernde Aktionen. Die Dimensionen der Welt des Etikettierens vergrössern sich ständig und sind vielfältiger als allgemein bekannt. Praktische Beispiele, aktuelle Trends und Visionen rund um die Produktdekoration und Onpack-Promotion waren das Thema der «Innovation Days», welche der Etikettierspezialist Pago AG kürzlich an seinem Unternehmenssitz in Grabs veranstaltete. Die aus verschiedenen Industriezweigen kommenden Fachleute erlebten ein Feuerwerk an lebendigen und zum Teil überraschenden Etikettier-Ideen. Nicht jeder, der im Begriff ist eine Neuheit am Markt einzuführen, ist sich z.B. der Multi-Sense-Effekte bewusst, welche die visuelle Wahrnehmung der Produkte durch das Reizen zusätzlicher Sinne erhöhen. Mit Hilfe von Hintergrund-, Metallic-, No-Label-Look- oder auch haptischen oder Duft-Effekten lassen sich attraktive Premium-Produkte gestalten, welche Vorsprung und Erfolg am Markt bedeuten. So werden die neuen Techniken bei der Etiketten- oder Sleeves-Produktion effektvoll genutzt, um Produkte bei der Marktpositionierung zu unterstützen. Ein Beispiel stellen die abgebildeten «voulévou» und «Polar»-Flaschen dar: die dekorativen Sleeves in elegantem Design schmiegen sich perfekt der Flaschenform an und sorgen für eine auffallende Inszenierung der Getränke im Regal. Die Bausteine für ihre Innovationen legt Pago mit kreativen und kundenorientierten Produktentwicklungen. Zu den Projekten, die zu verblüffenden Erfolgsgeschichten wurden, gehört u.a. die innovative RFID-Etikettierlösung zur Originalitätssicherung des Meinl-Premiumkaffees.

    Neue Etikettierlösung für Bündner-Landjäger
    Die Bündner-Landjäger werden «traditionell» mit Netzli-Clip-Etiketten kennzeichnet. Auf diesen Etiketten brauchte die Herstellerin Fleischtrocknerei Churwalden AG für die Coop-Aktion «Pro Montagna» mehr Platz für Text. Die Lösung mit viel Produktinformationen und Wiederverschluss-Funktion brachten zweilagige Pagomedia Etiketten. Eine Pago-Etikette für Landjäger-Netzli mit zwei Paar bietet doppelten Platz für Dekoration und Information - und ihre Aussenfläche musste dabei nicht vergrössert werden. Die Herstellung ist ausgesprochen ressourcenschonend, da die ausgestanzte Etikettenfläche aufgrund der Optimierung im Stanzwerkzeug gleichzeitig eine andere Etikette darstellt. Die Weiterverarbeitung erfolgt automatisch ab Rolle auf bestehender Verpackungslinie. Die gelungene Lösung mit diesen zweilagigen Pagomedia Etiketten vereint die Funktionen Marketing (verkaufsfördernde, mehrfarbige Dekoration, Information und Promotion «Pro Montagna»), Logistik (EAN-Code, Konsumenten-Convenience und -Information) und Schutz (Antifett) platzsparend und rationell in sich. Diese funktionelle Landjäger-Etikette überzeugte auch die Jury des Swiss-Star-Verpackungswettbewerbs: Die Etikettierlösung wurde mit einem Ehrenzertifikat 2008 ausgezeichnet.

    Effiziente Produktdekoration mit Selbstklebeetiketten ohne Trägerband
    Mit ihrem PAGOmat Linerless stellte Pago auf der interpack 2008 eine progressive Etikettiertechnologie vor. Hervorragende Effizienz in der Produktdekoration mit Selbstklebeetiketten verspricht das neue Verfahren durch den völligen Verzicht auf das Trägerband. Die Etiketten sind als durchgängiges Band auf sich selbst gewickelt. Sie werden im Spendevorgang exakt geschnitten und präzise aufs Produkt appliziert. Bei der neuen Linerless-Technologie addieren sich Handlingvorteile mit der Einsparung von Lagerkapazitäten und hoher Dekor-Qualität zu einem wirtschaftlichen Gesamtkonzept, das auch in punkto Just-in-time-Produktion und Logistikoptimierung interessantes Neuland eröffnet. Somit erfüllt diese zukunftsträchtige Lösung einige Anwenderwünsche gleichzeitig. Der Wegfall des Trägermaterials schafft deutlich mehr Platz für Etiketten auf der Rolle und verringert damit die Zahl der Rollenwechsel. Das bisherige Handling mit der abgeschiedenen Trägerfolie entfällt. Kürzere Einricht- und Wechselzeiten verringern den Handlingaufwand. Klar erkennbare Vorteile bieten Linerless-Etiketten auch für die Produktdekoration. Die rückseitige Bedruckung des Etikettenmaterials sorgt für perfekten Schutz und vollendeten Glanz des hochwertigen Druckbilds unter der Folie. Die starke Haftkraft der Etiketten bildet in Verbindung mit der hohen Präzision und schonenden Etikettenverarbeitung des Pagomat Linerless eine optimale Basis für brillante Dekoration, die auch im anhaltenden Gebrauch ihre faszinierende Anmutung bewahrt.

    Präziser Klebstoffauftrag bei Flaschen-Etikettierung
    Thema am Robatech-Stand auf der interpack 2008 war u.a. die Etikettierung von PET-Flaschen, die mit kohlensäurehaltigen Getränken befüllt werden. Da sich die Flaschen ausdehnen und dabei die applizierten Rundumetiketten an ihren Überlappungsnähten auseinander ziehen, tritt normalerweise Klebstoff an den Etikettenrändern aus. Mit hochpräziser Robatech-Technologie ist es - anders als mit herkömmlichen Systemen - möglich, dem vorzubeugen: Die Endbeleimung der Etiketten kann so platziert werden, dass sie um die Anzahl Millimeter vom Etikettenrand entfernt ist, um die sich die Flaschen ausdehnen. Die Etiketten werden mit Heissleim aufgebracht, und der Leimauftrag lässt sich genauestens regeln. Da exakt die Menge Klebstoff aufgetragen, die für einen sicheren Halt benötigt wird, reduziert sich der Klebstoffverbrauch deutlich. Die Abbildung zeigt die Etikettierung von PET-Flaschen bei Peterstaler Mineralquellen.

    Verspendet selbst XXL-Etikettenrollen
    Mehr Etiketten spenden, ohne nachzuladen: Der Etikettierer HERMA 400 macht es nun möglich, auch Etikettenrollen im XXL-Format bis zu 600 mm Durchmesser einzusetzen. Das Erfolgsmodell wurde mit einem motorischen Windersystem für Ab- und Aufwickler ausgerüstet. Der Clou: Die bürstenlosen Servomotoren, das Getriebe, das Netzteil und die komplette Steuerungsintelligenz sind durch ein spezielles Design ultraflach gehalten. Damit beträgt die Einbautiefe des Geräts auch in der Variante mit motorischem Windersystem - wie bei den Modellen ohne Winder - nur 58 mm. So behält der Etikettierer auch in der neuen Ausführung seine einzigartige Stärke: die einfache Integration in bestehende Anlagen. Zum Tragen kommt dieser Vorteil z.B. in Verpackungsmaschinen oder in Rundläufern bei der Etikettierung von Flaschen.  Der HERMA 400 ist mit einem CAN-Bus-System erhältlich, wodurch alle Funktionen der Übergabeeinheit wie bewegliche Ablösekante und Querabzug direkt über den Etikettierer einstell- bzw. steuerbar sind. Vorteil beim Einbau in Fertigungslinien: Der voluminöse Schaltschrank mit SPS Steuerung entfällt. Die Übergabeeinheit (rechts im Bild) kommt jetzt ohne Schaltschrank aus. Eine neue Konfigurationssoftware mit visueller Benutzerführung macht alle Einstellarbeiten zum Kinderspiel.

    Hohe Etikettiergeschwindigkeiten
    Der neue Etikettenspender Alpha von Bluhm Systeme GmbH überrascht nicht nur durch ein neues Design, sondern vor allem durch extrem hohe Spendegeschwindigkeiten, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und einfache Bedienbarkeit. Mit Etikettiergeschwindigkeiten bis zu 120 m/Min. verringert das System die Taktzeiten erheblich. Als Basis-System kann der neue Alpha mit verschiedenen Applikatoren schnell für unterschiedlichste Etikettieranforderungen umgerüstet werden. Für höhere Betriebslaufzeiten ist eine motorische Ab- / Aufspulung für Etikettenrollen bis 500 mm Durchmesser verfügbar.

    Zuverlässige Etikettierung
    zetes erweitert sein Produktspektrum um flexible Print & Apply-Lösungen mit robusten Powersys Etikettiersystemen. Aus der erfolgreichen Übernahme des spanischen Herstellers für Drucker-Applikationstechnik Powersys S.A. in die europaweit agierende Zetes-Gruppe und der «Print & Apply»-Kompetenz der Mitarbeiter, die bei der Integration von PEAK Europe hinzugewonnen wurde, ergeben sich für Kunden im deutschsprachigen Bereich neue Lösungen für die automatische Etikettierung von Waren und Verpackungen. «Wir profitieren von der Wachstumsstrategie unserer belgischen Mutter», erklärt Rainer Skau, Geschäftsführer des Auto-ID Systemhauses zetesIND GmbH in Willich, und weist auf neue Lösungen der Abteilung Print & Apply seines Unternehmens hin. «Mit den robusten Applikatoren von Powersys und den bewährten Druckmodulen von Datamax, Sato und Zebra lassen sich modulare Etikettiersysteme für die verschiedensten Anforderungen entlang der Supply Chain konfigurieren. Die hohe Zuverlässigkeit, mit der solche automatischen Systeme arbeiten müssen, ist besonders für Kunden aus dem Industrie- und Logistikbereich von höchster Bedeutung. Deshalb ist die Qualität der elektromechanischen und pneumatischen Komponenten eines Etikettiersystems und die Kompetenz bei der Integration in die Gesamtlösung entscheidend für einen langjährigen, störungsfreien Betrieb». Der servicefreundliche Aufbau erlaubt einen schnellen und sicheren Wechsel des Etikettenträgerbands und des bis zu 900 Meter langen Farbbands wenn die gut sichtbar angebrachte Signalampel dies fordert. Auch die Anpassung an geänderte Arbeitsabläufe ist aufgrund der gut nachvollziehbaren Steuerungsschritte flexibel und leicht möglich. 

    Etiketten: vielseitige Marketinginstrumente
    Das Spektrum der «Pago Erlebniswelt Produktausstattung» auf der FachPack 2007 reichte von der wirtschaftlichen Inline-Etikettierung von Tubenrohlingen mit exklusiven Effekt-Etiketten bis zur hochwertigen Fullbodysleeve-Dekoration extremer Verpackungsformen. Die Besucher konnten am Pago-Stand u.a. Einsparpotenziale durch Late Differentiation per Etikette erörtern. In Gesprächen mit den Etikettierspezialisten wurden direkte Wege zur Optimierung der Wertschöpfungskette aufgezeigt. Nach der erfolgreichen Präsentation in Nürnberg, wo der Systemanbieter für Selbstklebe-Etiketten und Sleeves auf sieben Kompetenzbühnen lückenlose Gesamtkonzepte von der Produktdekoration bis zur Applikationstechnik vorstellte, präsentierte sich Pago im November 2007 an der zweiten easyFairs VERPACKUNG Schweiz in Luzern. Auch hier wurden diverse Etikettiervarianten gezeigt, die als vielseitige Marketinginstrumente Werbung am Verkaufspunkt machen und den Konsumenten informieren. Als flexible Informationsträger erleichtern sie die Kennzeichnung und Identifikation vieler Güter. Und als multifunktionale Verpackungselemente verbessern sie das Handling und die Sicherheit von Produkten. Dazu gehören:
  • dekorative Selbstklebeetiketten mit speziellen Effekten für eine auffallende Produktpräsentation
  • rundum attraktive Fullbody-Sleeves für die vollflächige Dekoration anspruchsvoller Verpackungsformen
  • verblüffende Etiketten und Sleeves im Digitaldruck bei kleineren Auflagen
  • mehrseitige Pagomedia Etiketten für umfassende Kundeninformationen und kreative Verkaufsförderungskonzepte, beispielsweise bei Sport-Events und anderen Grossanlässen
  • überzeugende Erstöffnungsgarantie-Etiketten und -Sleeves für höchste Sicherheit

  • praktische Wiederverschluss-Etiketten für kundenfreundliches Handling.

    Zeitschrift auf der Verpackung
    Das innovative Etiketten-System «Zeitschrift auf der Verpackung»  wurde 2005 in Australien konzipiert. Es nützt Synergien aus den gemeinsamen Distributionswegen von Getränken und Zeitschriften und funktioniert verblüffend einfach: Eine Publikation wird in eine Etikette integriert, die auf verschiedenen Produkten angebracht und von Konsumentinnen und Konsumenten vollständig herausgenommen werden kann. Die ursprüngliche Idee dazu hatte die australische Studentin Joanna Wojtalik vor zwei Jahren. Sie lancierte ihre eigene Lifestyle-Zeitschrift «iLove» als Flaschenpost auf Mineralwasserflaschen. Inzwischen erscheint die 32-seitige Publikation sechsmal im Monat in einer Auflage von über 150'000 Exemplaren. Auch der Mineralwasserhersteller, der die Zeitschrift auf seinen Flaschen vertreibt, erfreut sich dank dem Magazin deutlich höherer Absätze. Das Konzept wurde inzwischen auch in anderen Teilen der Welt lanciert, wobei die «Zeitschrift auf der Verpackung» sowohl für Werbezwecke als auch für Produkteinformationen oder als Festivalguide genutzt werden kann. Das Weltpatent auf die Herstellung der Etiketten mit integrierter Zeitschrift besitzt das 2005 gegründete Unternehmen On Product Publishing, das heute bereits in über 20 Ländern tätig ist. Die Etiketten werden in Kooperation mit der britischen Firma Fix-a-Form International Ltd. hergestellt, auf Rollen angeliefert und mit handelsüblichen Etikettiermaschinen angebracht. Zu den Kunden gehören u.a. Tetra Pak, Coca Cola, Virgin Group und die renommierte belgische Mode- und Trendzeitschrift GLAM*IT. In der Schweiz erscheint die erste «Zeitschrift auf der Verpackung» auf 4x1 Liter Milchpackungen von Tetra Pak und informiert über die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Herstellung von Getränkekartons. Weitere Lancierungen in der Schweiz sowie in Australien, den USA, Dubai, England und Skandinavien sollen bald folgen. «Mit diesem neuen Weg der Kommunikation können Konsumenten sehr gezielt angesprochen werden», erklärt Rene Schaufuss, Vice President Global Sales & Marketing von On Product Publishing. «Wir erreichen einzelne Zielgruppen direkter und kostengünstiger als mit herkömmlichen Werbemitteln.» Das Prinzip ist im Grunde einfach: Die Information des Unternehmens wird in Form einer kleinen Zeitschrift in einer Etikette integriert. Diese kann herausgenommen und separat vom Produkt gelesen werden. Neu bei der «Zeitschrift auf der Verpackung» ist, dass sie in unterschiedlichen Formaten und mit 8 bis 32 Seiten angeboten wird. Sie kann auf allen Arten von Verpackungen angebracht werden. Das Unternehmen kann so seine Botschaften individuell und zielgruppenspezifisch gestalten.

    Faltschachtel-Etikettierung in schnellen Pharmalinien
    Das Pago System 580 bietet Hochleistungs-Etikettiertechnologie für die Vignetten- und Verschlusssicherung. Es ermöglicht eine perfekte Integration der Faltschachtel-Etikettierung in schnelle Pharmalinien. Die Maschine wurde mit ausklappbaren Etikettierautomaten auf einseitige Bedienung und einfachste Integration in schnelle Produktionslinien ausgelegt. Bis zu 450 Etikettierungen/Min. mit höchster Präzision sind möglich. Sämtliche Etikettiervorgänge lassen sich optional prüfen. Grosse Formatbereiche, ergonomischer Rollenwechsel sowie die wartungsfreundliche Bauweise gewährleisten hohe Flexibilität und Bedienkomfort. Das Pagopharma Konzept bietet zusätzlichen Service für Validierung und Linienintegration. Die Maschine ist von einer Seite bedienbar - wichtig für perfekte Integration in Produktionslinien, deren Workflow komplett einseitig ausgerichtet ist. Die Schwenkbarkeit des vorderen Etikettenspenders ermöglicht leichte Rollenwechsel und schnelles, komfortables Umrüsten aller 3 Etikettierautomaten von einer Seite. Der grosse Formatbereich für Faltschachtelformate schafft Flexibilität für kleine Chargen und häufige Produktwechsel. Weitere wichtige Merkmale im Überblick:
  • maximale Präzision durch exakte Ausrichtung der Faltschachteln in der Eintaktstation und stabile Führung
  • Anbau sämtlicher pharmaspezifischer Kontrolleinrichtungen möglich
  • als Inline-Lösung oder als Standalone-Anlage einsetzbar
  • vollverkleidetes Untergestell
  • leichte Wartung/Reinigung durch schwenkbaren Schaltschrank an der Maschinenrückseite

  • abgestufte Bedienkonzepte: Standard (dezentrale Steuerung der Funktionskomponenten), Comfort (Zentralsteuerung über Siemens Touch Panel) oder Advanced (basierend auf Industrie-PC für Nutzung des Softwaremoduls Pago Management Center).

    Rundum-Etikettierung von Vials
    Mit bis zu 400 Vials-Etikettierungen/Min. im kontinuierlichen Betrieb bietet das Pago System 610 V Pharma dank stabiler 3-Punkt-Auflage des Produkts bei der Applikation und vibrationsresistenter Doppellagerung des Pagomat 6/2 makellose Umfangsetikettierung. Die Geschwindigkeit ist von Null bis Maximum stufenlos regelbar. Die kontrollierte Zwangsführung der Produkte garantiert absolute Kontrolle über den Produktionsablauf. Das an der Fachpack 2006 in Nürnberg vorgestellte System ist mit allen Kennzeichnungs-, Kontrollfunktionen ausrüstbar. Als vollwertiges Etikettiertechnikmodul erfüllt es in Kombination mit den entsprechenden Optionen die Voraussetzungen, um 21 CFR Part 11 Compliance für das Gesamtsystem zu ermöglichen.
    Weitere wichtige Merkmale:
  • für Durchmesser von 16 bis 60 mm
  • Anmassieren der Etiketten mittels Wickelband
  • kompakte Bauweise für leichte Linienintegration.

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    Sleeves-Kooperation
    Das Geschäftsfeld PAGOsleeves wird ausgebaut. Der zunehmende Erfolg mit dem vor rund zwei Jahren begonnenen Geschäftsfeld Schrumpfsleeves und die steigende Nachfrage nach Systemlösungen bewogen die Pago AG zur Evaluierung eines geeigneten Technologie-Partners. Nun wurde mit der britischen Turpins Packaging Systems Ltd., einem führenden Entwickler und Hersteller von Sleeve-Anlagen und Schrumpftunnels, ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Pago wird seine komplette Sleeve-Lösungen basierend auf der innovativen Sleevit®-Technologie exklusiv im deutschsprachigen Raum anbieten. An der Fachpack 2006 in Nürnberg präsentierte Pago den ersten auf dieser Technologie gebauten Sleeveapplikator.

    Multi Label «Close-up»
    Die 2-lagige Etiketten Multi Label von Selfix können auf 3 Seiten beschriftet werden und sind wiederverschliessbar. Die wesentlichen Anwendungsgebiete sind: Gebrauchsanweisungen, Garantieerklärungen, Gutscheine, Rezepte, Deklarationen, Wettbewerbe, Promotionen. Die Etiketten bieten Platz für mehrere Sprachen. Zum Beispiel:
    1. Seite: erklärende oder werbende Worte/Bilder (auch mit variablen Daten: Thermodirekt/Thermotransfer)
    2. Seite: text in Deutsch
    3. Seite: text in Französisch.
    Die Etiketten sind einfach zu öffnen, da die Anfasslasche leimneutralisiert ist. Sie lassen sich mehrmals öffnen und verschliessen. Die automatische Verarbeitung erfolgt ebenso einfach wie bei konventionellen Etiketten. Sie sind auch gut geeignet für gewölbte Oberflächen (2 x PP 60 my). Druckverfahren Vorderseite: mehrfarbig und/oder mit leimfreien Zonen versehen (z.B. Anfasslasche), wiederverschliessbar; 2. und 3. Seite: einfarbig - mehrfarbig.

    Hotmelt-Klebstoffauftragssysteme für Rundumetikettierung
    Premiere an der BRAU Beviale 2006 in Nürnberg: die Robatech-Hotmelt-Klebstoffautragstechnologie für die Rundumetikettierung. Das geschlossene Düsensystem für Schmelzklebstoff bietet viele Vorteile. Mit der Düsentechnologie und der elektronischen Steuerung lässt sich der Klebstoff präzise und sauber auf Flaschen und andere Behälter aufbringen - auch wenn mit Höchstleistung etikettiert wird. Die Robatech-Systeme fixieren Rundumetiketten, die von einem Magazin bereitgestellt werden, zuverlässig auf Getränkeflaschen und andere Behälter. Die Anfangsbeleimung wird in Form eines spiralförmigen Leimbildes auf die Flasche aufgesprüht. Diese läuft anschliessend am Magazin vorbei und nimmt nun dank dieser so genannten Pick-up-Beleimung ein Etikett aus dem Magazin. Das Etikett wird vom Etikettierer um die Flasche gelegt und mit einer Endbeleimung präzise fixiert. Hierzu wird ein Leimstreifen mittels einer Schlitzdüse aufgetragen. Die Umstellung auf andere Flaschen- und Behälterformate lässt sich sehr schnell und einfach durchführen. Zum einfachen Integrieren der Robatech-Klebstoffauftragssysteme in bestehende Etikettierer liefert das in Muri domizilierte Unternehmen eine Komplettlösung, die alle notwendigen Komponenten zum Nachrüsten enthält. Dies sind neben Schmelzgerät, Auftragsköpfen, Anschlüssen und Schläuchen auch spezielle Halterungssysteme und eine unabhängige Leimsteuerung, die Platz sparend ins Schmelzgerät integriert ist.

    SATO verstärkt
    SATO, Weltmarktführer für Etiketten- und Barcode-Drucker und Spezialist für Data Collection Systems und RFID-Labeltechnologie, firmiert nach der Anfang 2006 erfolgten Übernahme der internationalen Barcode-System-Sparte von Checkpoint-Meto neu als SATO Labelling Solutions Europe GmbH. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hirschhorn am Neckar (wo schon der Barcode-Etiketten-Spezialist Checkpoint-Meto seinen Produktionsstandort hatte) übernahm die Aktivitäten der alten SATO Deutschland GmbH, Bad Homburg. Das Unternehmen beschäftigt 140 Mitarbeiter und wird von Edmund Trossen und Marc Lehnhäuser geleitet, die bereits bei Checkpoint-Meto in Hirschhorn führenden Managementpositionen bekleideten. Im Schweizer SATO-Vertriebsbüros in Fehraltorf sind fünf Mitarbeiter angestellt. Geschäftsführer Max Peyer, in der Branche ein anerkannter Fachmann, war bis 1999 beim Barcode-Spezialist Meto und dann beim Nachfolgeunternehmen Checkpoint-Meto tätig.

    Attraktives Dekorationsverfahren
    Um auch für die Produktausstattung kugeliger oder aussergewöhnlich geformter Produktverpackungen ihre umfassende Dekorationskompetenz einsetzen zu können, hat Pago sein Produktportfolio mit der Sleeve-Technologie erweitert. In der Industrie ist das Interesse an den neuen Möglichkeiten neuartiger Dekorationstechniken gross. An der von Marketingleiter Emanuel Schäpper moderierten Informationsveranstaltung Pago Label Days, die das Unternehmen am 28. und 29. Juni 2006 am Hauptsitz in Grabs veranstaltete, nahmen rund 230 Fachleute aus verschiedenen Branchen teil. Sie haben u.a. die Geschichte der Lancierung der Apfelsäftte obi PUR von Thurella kennengelernt, deren Erfolg eng mit dem Dekorationsverfahren PAGOsleeve verbunden ist. Die Sleeve-Technologie ebnet den Weg für einzigartige Produktpersönlichkeiten, in denen sich anspruchsvolle Dekorationsverfahren mit einer extremen Produktform vereinigen. Die leimlos, rundum applizierten Sleeve-Etiketten werden dabei als Folienschlauch über die Verpackung gestülpt und angeschrumpft. Bei dieser Full-Body-Dekoration wird das Produkt ähnlich einer zweiten Haut überzogen. Neben den individuellen und vielfältigen Designmöglichkeiten bei der vollflächigen Dekoration liegen die Stärken von PAGOsleeve auch in den wirksamen Verschlusssicherungen und Erstöffnungsgarantien. Das Verfahren bietet sich als umfassende Sicherheitslösung an, um den Verschluss der Packmittel und deren Inhalt wirksam zu schützen. Da sich der Sleeve beim Öffnen leicht und vollständig vom Packmittel ablöst, ist jegliche Manipulation am Verschluss der Verpackung sofort erkennbar.

    «Booklets» - vielseitige Mehrlagen-Etiketten
    «Booklets» sind selbstklebende Etiketten, die ein leporellogefalztes Büchlein (englisch: booklet oder leaflet) quasi auf dem Rücken tragen. Oft sind sie aus Papier, vielleicht mit einem transparentem Laminat überzogen, manchmal besteht die Basisetikette aus Kunststoff. Die Stanzung der Etikette ist variabel, häufig ist sie rechteckig oder kreisförmig. Die Ausführungen unterscheiden sich durch die Art des Verschlusses: dieser kann durch Einsatz eines speziellen Klebstoffes wieder verschliessbar sein oder wird durch Perforation beim erstmaligen Öffnen durchtrennt. Selfix-«Booklets» sind vielseitig einsetzbar. Mit bis zu 24 Seiten bieten sie lagenweise Platz für überzeugende Produktinformationen und attraktive Verkaufsideen. Dabei beanspruchen sie nicht mehr an Grundfläche als eine normale Haftetikette. Aufgrund des variablen Umfanges und der Farbenvielfalt sind die Verwendungszwecke sehr vielfältig: z.B. bei Produkt-Promotionen, vielsprachigen Etiketten, Gebrauchsanweisungen, Beipackzetteln von Medikamenten oder beim Sammeln von Rezepten, um nur einige Anwendungen zu nennen.

    Etikettiersystem mit hoher Verfügbarkeit
    Das Etikettiersystem MP100 von Markem-Imaje ist im anspruchsvollen industriellen Umfeld einsetzbar. Es bedruckt Etiketten und bringt sie oben oder an der Seite unterschiedlichster Produkte an. Mit dem 100-mm-Pneumatikzylinder kann das System die Etiketten mit variabler Höhe oder Breite (50 x 20 bis 100 x 75 mm) im Durchlauf aufbringen. Der maximale Applikationsabstand beträgt 65 mm. Der Rollendurchmesser von 200 mm sorgt für lange Produktionsintervalle, ohne dass die Etikettenrolle ausgewechselt werden muss. Ein optisches Signal zeigt an, wenn der Papiervorrat bald erschöpft ist. Die Schlüsselkomponenten des Systems sind leicht zugängliche, austauschbare Module, die eine hohe Verfügbarkeit und Flexibilität ermöglichen. Der integrierte Thermodrucker mit einer Auflösung von 200 dpi (8 Punkte/mm) ist einfach zu programmieren und zu bedienen. Das Etikettiersystem MP 100 kann über die alphanumerische Tastatur betrieben oder über die integrierte Schnittstelle RS232 an einen Computer angeschlossen werden. Das System erfüllt die Anforderungen der harmonisierten EMV-Richtlinien sowie der EG-Maschinenrichtlinie.

    Die Welt der Etiketten
    Pago-Etiketten sorgen auf Produkten in der ganzen Welt für eine hochwertige Dekoration, konsumentengerechte und handelskonforme Produktekennzeichnung, fehlerfreie Warenflusssteuerung, umfassende Information auf kleinstem Raum, zuverlässige Produkteversiegelung, verbessertes Handling und viele andere Funktionen. Ueber die Trends unterhielt sich die Redaktion der Zeitschrift swisspack international mit Hans Vetsch, Geschäftsführer der Pago AG. Im Interview, erschienen in der Ausgabe 2003 / Nr. 4, spricht Vetsch über die Besonderheiten der verschiedenen Pago-Systeme - dem Maschinenstandard-System 520, dem High-Speed-Etikettierystem 540, dem Rundläuferprinzip 630, bis zur neuen Tempo-Dimension, dem Pagomat 6 HL. Im weiteren beschreibt er die gegenwärtigen Tendenzen beim Kennzeichnen und Codieren und geht in seinen Ausführungen u.a. auch auf Pagowin Next, des leistungsfähige Werkzeug für Informationsmanagement und Etikettengestaltung, sowie das neuentwickelte Sicherheitssystem zur Verhinderung fehlerhafter Pharma-Produktetikettierung ein.

    Kundenoptimierte Etikettierlösungen
    Etitex bietet kundenoptimierte Etikettierlösungen für alle Industriebereiche sowie für die Verwaltung an. Zu den Spezialitäten für die Lebensmittelindustrie gehören z.B. Thermo-Etiketten, Schlachthaus-Etiketten ohne Klebstoff zur Etikettierung von Fleischteilen mit Nylonfaden, Meat-Tack zur direkten Etikettierung von Rindfleischstücken, Booklet und Coupon-Etiketten (ein- und mehrseitig, für Wettbewerbe, mehrsprachige Gebrauchsanweisungen), Spezial- und Mehrfachstanzungen usw. Für die Textilindustrie sind diverse permanente, superpermanente und ablösbare Textilklebstoffe bestimmt, sowie selbstklebende Heisssiegel-Etiketten zum Aufbügeln, Textiletiketten auf Rollen ohne Klebstoff sowie diverse Papier-, Halbkarton- und Kunststoffqualitäten. Aus dem breiten Angebot für die chemische, pharmazeutische und kosmetische Industrie können angeführt werden: luminiszierende Farben und Lacke, Siebdruck-, Hinweis-, Gefahren- und Relief-Etiketten (Warndreiecke), Dampfsterilisations- und chemikalienbeständige Etiketten "Superguard" usw.

    Bei Hitze ausgezeichnet
    Eine innovative Generation von Haftmaterial eröffnet der Kennzeichnung mit Etiketten völlig neue Möglichkeiten - nicht zuletzt unter extremen Bedingungen. Die Chemion Logistik GmbH, ein selbstständig operierendes Tochterunternehmen der Bayer AG, setzt Labels auf dieser Basis in ihrer Heissabfüllung ein. Die Aufgabenstellung war komplex: Wie haften Kennzeichnungsetiketten selbst auf Gebinden mit heissabgefüllten Chemikalien zuverlässig und sicher? Wie müssen sie beschaffen sein, damit sie in der Folge mindestens zwei Jahre Wind und Wetter trotzen können? Und wie lassen sie sich künftig dezentral und damit gleichermassen wirtschaftlich wie effizient auf herkömmlichen Laserdruckern anfertigen?
    Im Chemiepark Leverkusen gehören zu den Chemion-Kunden nicht nur Bayer, sondern rund ein Dutzend namhafter dort ansässiger Produktionsbetriebe. Bei einem grossen Teil der Flüssigkeiten handelt es sich um aromatische Kohlenwasserstoffe mit einem relativ hohen Erstarrungspunkt von etwa 50 bis 85 Grad Celsius. Um sicher zu gehen, dass die Chemikalien im gesamten Rohrleitungsnetz auch bei sogenannten Kältebrücken flüssig bleiben, werden sie auf 120 bis 140 Grad Celsius erhitzt: eine Temperatur, bei der herkömmliches Etikettenmaterial nur noch sehr eingeschränkt haftet. Innerhalb weniger Wochen hat das Stuttgarter Unternehmen Herma diese Anforderung gelöst. Dazu setzte der Spezialist für Selbstklebetechnik eine völlig neue Generation von Haftmaterial ein: einen sogenannten UV-vernetzten Acrylathaftkleber. Als weltweit erstes Unternehmen seiner Branche hat Herma ihn zur Praxisreife geführt. Damit ist der Einsatz von Etiketten auch dort möglich, wo es bislang zu heiss oder zu feucht war, wo Untergründe als «schwierig» gelten oder aggressive Chemikalien auftreten. Er ist äusserst wasserfest, sehr wärmeresistent sowie alterungsbeständig, denn er neigt nicht zur Versprödung oder zur Verfärbungen, und ist obendrein seewasserbeständig. Als Etikettenmaterial hat Herma eine selbstklebende PE-Folie entwickelt, die sich auf A4-Bögen mit einem herkömmlichen Laserdrucker bedrucken lässt, auf Wunsch auch farbig. Da der Selbstklebespezialist Haftmaterial und -verbund selbst entwickelt und herstellt, konnten gezielt verschiedene Kombinationen unter realen Einsatzbedingungen geprüft werden. Diese dezentrale Lösung mit Etiketten auf A4-Bögen bedeutet ein deutliches Plus an Flexibilität und Wirtschaftlichkeit. Bei Chemion haben sich die neuartigen Klebeeigenschaften in intensiven Tests bei bis zu 185 Grad Celsius bestätigt.

    Selbstklebe-Etiketten für verschiedenste Bereiche
    Sonderanfertigungen sind Spezialität der Etikettenfabrik Hirt Print AG. Auf modernst eingerichtetem Maschinenpark werden Selbstklebe-Etiketten für Anwender aus verschiedensten Bereichen mittels einer Vielzahl von Materialien und Klebstoffen produziert. 

    Interaktives Management in der Preisauszeichnung
    Die neuentwickelte Produktlinie von Espera setzt bedeutende Akzente im Hinblick auf Zeitersparnis und Benutzerfreundlichkeit. Diese Preisauszeichner-Generation zeichnet sich aus durch einen hohen Grad von Automatisation, der die Bedienbarkeit spürbar vereinfacht: Einstellung der Produktführungen, Verstellung des Druckers, Positionierung und stufenlose Drehung des Etiketts, Etikettenandruck - alles geschieht vollautomatisch, entsprechend der in einem Verpackungsprogramm individuell festgelegten Einstellparameter. Packungshöhenunterschiede bis 200 mm werden automatisch ausgeglichen. Druckluft ist ebenso wenig notwendig wie die Anpassung an unterschiedlich grosse Etiketten. Multi-Tasking führt dazu, dass Operationen bereits durchgeführt werden können, während die Anlage noch läuft. Dies gilt auch für die Eingabe des nächsten Artikels per Hand oder Online, so dass es zu keinerlei Zeitverlusten durch Artikelwechselzeiten kommt. Alle Anlagen verfügen serienmässig über das Espera Managementsystem ESMS und das Etikettenformatierung-Programm ESFORM (mit True Typeschriften, Logos u.a.). Damit können alle Abläufe interaktiv über den Touchscreen, über die Folientastatur oder über eine normale PC Tastatur und Maus gesteuert werden. 
    Zu den zentralen Entwicklungsthemen gehörten die Lebensdauer und Reduzierung des Verschleisses dieser Geräte. In diesem Sinne heben die Thermoleisten (12 DOT 104 mm breit oder 8 DOT 80 mm breit) zwischen jedem Etikett ab. Gleichzeitig wird die Druckgeschwindigkeit bis 300 mm/Sek. automatisch entsprechend der Leistung der Anlage geregelt. Die neue Angebotspalette passt sich präzise den spezifischen Betriebserfordernisse an - von der manuellen Auszeichnung bis hin zu industriellen Hochleistungsanlagen. Das Flaggschiff der neuen Preisauszeichnungssysteme von Espera ist die Top-Speed-Anlage ES 8000. Hier haben technisches Können, Innovationslust und die Bereitschaft, konsequent auf Kundenwünsche einzugehen, ein beeindruckendes Ergebnis entstehen lassen. Mit diesem Preisauszeichner geht in der Produktion keine Minute verloren - nicht nur, weil er mehr als 150 Packungen pro Minute auszeichnet. Alle vollautomatischen Anlagen sind auch mit Druckern für die Etikettierung von unten auszurüsten; es ist keine Anpassung an unterschiedliche Etikettengrössen und auch kein Auseinanderfahren der Bänder zur Anpassung an die Packungsbreite erforderlich.

    Rekordverdächtig schnell
    Eine rekordverdächtige Etikettendruck-Geschwindigkeit von 400 mm pro Sekunde erreicht das neue ALX92X-System von Avery Dennison, welches seit Anfang 2003 auf dem Markt ist. Direkt nach dem Druck werden die Etiketten auf die zu kennzeichnenden Produkte im 1:1 Modus aufgebracht. Das für den Einsatz bei starken Beanspruchungen in Industrieanwendungen entwickelte System kann problemlos in bestehende Fertigungsstrassen integriert werden. Eine extra grosse Etikettenrolle mit Folien-Aufnahmekapazität von 1000 m verkürzt die Ausfallzeiten beim Rollenwechsel, und der Verbrauch der Folie wird dank eingebauter Foliensparautomatik reduziert. Das Print&Apply-Etikettiersystem ALX92X mit 64-Bit-Technologie, in der Schweiz bei Heusser AG, Gümligen, erhältlich, ist in verschiedenen Grundausführungen oder als reines Print-Modul erhältlich. Die ersten Geräte sind auch in der Schweiz bereits im Einsatz, zwei in der Verpackungsindustrie bei der Auszeichnung von Geschenkrollen und ein beim Bundesamt für das Gesundheitswesen. Der Hersteller rechnet mit einer schnellen Marktdurchdringung.

    Diverse Etikettier- und Barcodelösungen
    Die RatioLabel International GmbH verfügt seit Ende der 80er Jahre über Know-how im Bereich Etikettierung und Barcodelösungen. Die anwendungsgerechte Abstimmung für ein optimales Druckergebnis von Drucksystem, Etikett und Transferband steht im Vordergrund der Beratungsgespräche. Angeboten werden u.a. Thermorollen für Kassensysteme, Transferbänder, grafische Papiere, Overhead-Folien, Drucker, Papier- und Folienetiketten, Kartonanhänger (reissfest und reissbar) sowie Spezialetiketten (u.a. für Textilkennzeichnung, Leiterplatten- und Sicherheitsetikettierung). Die Ware kann sowohl als Rollenware, leporellogelegt oder als Einzelblattware konfektioniert werden. Neben Blankoware können die unterschiedlichsten Materialien im Flexo-, UV-Flexo und Digitaldruck bedruckt werden, wobei - falls nötig - das Aufbringen von Schutzlack oder einem Laminat (maschinenbedingt) ebenfalls möglich ist.

    Weiter ausgebauter Etiketten-Digitaldruck
    Auf Grund der guten Erfahrungen mit ihrer seit 1999 im Einsatz stehenden Indigo Omnius hat sich die Neuenburger Etikettendruckerei P. Lenzlinger SA für die Anschaffung einer zweiten Digitaldruckmaschine entschieden. Bei der neuen Maschine, die Ende 2002 von der Chromos AG installiert wurde, handelt es sich um eine hp indigo WebStream 50. Mit ihr werden in erster Linie Kleinauflagen just-in-time direkt ab digitalen Daten produziert. Zur Weiterverarbeitung der gedruckten Etiketten, d.h. zum Stanzen und Gitterabziehen, setzt Lenzlinger die auf dem Bild gezeigte Offline-Weiterverarbeitungsmaschine Comet des französischen Herstellers SMAG ein. Das registerhaltige Stanzen wird hier über die Insetter-Steuerung gelöst.

    Zweiseiten-Etikettierung in Modulbauweise
    Massstäbe in Sachen Wirtschaftlichkeit, Leistungsstärke und Bedienerfreundlichkeit setzt die auf der interpack 2002 vorgestellte Hochleistungsanlage Herma 362 M für die Zweiseiten-Etikettierung. Ihre einzigartige Modulbauweise erlaubt je nach Anforderung die nachträgliche und unkomplizierte Auf- und Umrüstung, beispielsweise mit einem Zentrierer für hochpräzise Etikettierungen auch komplex geformter Behältnisse. Der Einbau der Zusatzmodule kann mit geringem Zeitaufwand bewerkstelligt werden, wobei diese Investition erst bei Bedarf und nicht schon beim Gerätekauf fällig wird.

    Intelligent etikettieren und identifizieren

    Bei gemischter Kommissionierung haben sich Transponderetiketten bewährt. Die sogenannten Smart Labels, mit Chips und Antenne ausgestattet, können beliebige Daten speichern und senden. Die Daten aller Produkte, die sich nach der Kommissionierung in einer Box befinden, lassen sich auf einem einzigen Etikett speichern und mit entsprechenden Lesegeräten äusserst schnell wieder aufrufen. 
    Diese Technik kommt auch der Lagerhaltung zugute, indem Transponder am Regal angebracht werden. Da metallische Untergründe aber normalerweise abstrahlen und den Empfang stören, wurden für diese Zwecke Speziallösungen entwickelt. Die Basler Fachmesse L 01 bot die Gelegenheit, sich über den Stand der Transponder-Technologie zu informieren; sie war schon an der L 99 ein vieldiskuttiertes Thema. Bei Pago AG werden die Vorteile der Verbindung zwischen RFID-Transponder und Etikettiertechnik ersichtlich. Die Pagosmart-Etiketten werden mit dem Etikettierautomat Pagomat 15/120E RFID im Thermotransfer oder Thermodirekt-Verfahren bedruckt und automatisch auf die Produkte aufgebracht. Dieselben Daten werden gleichzeitig elektronisch auf dem integrierten Mikro-Chip gespeichert und können später beliebig oft mutiert, ergänzt, erneut gespeichert, gelesen oder gelöscht werden. Die Datenspeicher der Pagosmart Etiketten können also auf ihrem Weg vom Wareneingang bis zum Verkaufsregal mehrmals beschriftet und gelesen werden. Diese Technologie erlaubt, mehr Informationen auf den Datenträger zu speichern als auf konventionellen Kennzeichnungsmedien. Zudem erfolgt neben dem Kennzeichnen auch das Identifizieren von Gütern, wie an der L 01 mit einem Lesegerät von ID-Systems AG gezeigt, berührungslos. Damit wird auch ein umfassendes Tracking und Tracing möglich. 


    Beliebte Miniprospekte
    Immer beliebter sind die diversen Prospektetiketten; sie helfen mit, die Kundentreue zu erhalten. Wer seinem Kunden noch ein Rezept zum gekauften Produkt mitgeben möchte, einen Wettbewerb unterstützen oder eine ausführliche Gebrauchsanweisung mitliefern will, der schätzt die Miniprospekte, die sich wie eine Etikette anbringen lassen: kein Wunder, dass auch in diesem Bereich der Etikettierkunst immer neue Anwendungsbereiche und Gestaltungsmöglichkeiten erschlossen werden. Trotzdem: alles ist nicht möglich. In Beratungsgesprächen muss ab und zu auch darauf hingewiesen werden, dass die Technik der Herstellung und der Anbringung bestimmte Grenzen setzt. Bringt man diese Grenzen in der Realisierung mit den Spezialisten der Firma Heusser AG zur Sprache, so wird vor allem der Vorteil der frühen Problemanalyse «bereits in der Entwicklungsphase» hervorgehoben.

    Metallic-Outfit für exklusive Produktedekoration
    Das von Pago entwickelte Druckverfahren zur Herstellung von selbstklebenden Metalleffekt-Etiketten wird für die exklusive Produktedekoration eingesetzt. Hochwertiges Metallic-Outfit mit Verläufen wird damit für unterschiedlichste Produkte, Packmittel (Flaschen, Tuben, Dosen) und Materialien (Glas, Kunststoff, Papier) wirtschaftlich realisierbar. Die Herstellung der Pago Metallex-Etiketten erfolgt gänzlich ohne Schwermetalle. Im Gegensatz zum Heissprägeverfahren resultiert kein Folienabfall. Umweltbelastende Packmitel aus Metall können durch umweltverträgliche Verpackungen ersetzt werden.

    Selbstklebende Wickel-Etikette zur Dekoration und 
    Auszeichnung von runden Kunststoff-Flaschen
    Kategorie «Verpackungs-, Bedruckungs- und Etikettiersysteme»
    Die selbstklebende Wickeletikette lässt sich dank innovativem Herstellverfahren mehrfach um das Produkt wickeln, beliebig öffnen und wiederverschliessen. Die Selbstklebeetikette beinhaltet gleichzeitig eine Grundetikette und einen Beipackzettel. Die Realisierung erfolgt mittels drei verschiedenen Leimvarianten: der stark haftende Grundteil mit Basisinformationen kann nicht vom Produkt entfernt werden. Der mittlere Etikettenteil mit mehrsprachiger Konsumenteninformation ist nur schwach haftend und lässt sich dadurch optimal öffnen und wieder verschliessen. Bei Bedarf kann dieser Teil dank Perforation abgetrennt werden. Die Anfasslasche mit leimfreier Zone ermöglicht ein konsumentenfreundliches Handling.

    Kommentar der Jury
    Die Vorteile gegenüber bekannten Systemen sind: Grundetikette und Beipackzettel bestehen aus einem Stück. Der Beipackzettel mit wichtigen Konsumenteninformationen bleibt mit dem Produkt verbunden - Verlust oder Verwechslung sind ausgeschlossen. Die Etikette bietet sehr viel Platz für Informationen. Das System ist wirtschaftlich. Faltschachtel und Beipackzettel können eingespart werden. Zusätzlich verringert sich der Arbeitsaufwand, da die Etikette direkt beim Abfüllprozess automatisch auf das Produkt aufgebracht wird. Das System erfüllt hohe logistische Anforderungen. Neutrale Flaschen können für verschiedene Produktesorten eingesetzt werden. Zusatzangaben wie Lot-Nummer und Verbrauchsdatum werden direkt beim Etikettierprozess auf die Etikette gedruckt.

    Einsender: Pago AG, Grabs
    Hersteller: Pago AG, Grabs
    Auftraggeber/Verwender: Contopharma AG, Interlaken
    Entwicklung: Pago AG, Grabs


    Etiketten, die mehr wissen
    Der Einsatz sogenannter «Smart Labels» in der Logistik und Warenflusssteuerung ist zukunftsweisend. Diese intelligenten Selbstklebeetiketten sind auf der Rückseite mit einem integrierten RFID-Transponder versehen.
    RFID steht für Radio Frequency Identification. Diese Technologie arbeitet mit mobilen und flexibel einsetzbaren Datenspeichern (= Transpondern), die aus einem programmierbaren Chip und einer Antenne bestehen. Der Vorteil des berührungslosen Einsatzes eines Datenspeichers öffnet neue Anwendungsmöglichkeiten in verschiedensten Branchen. 
    Unter der Bezeichnung Pagosmart verbindet die Pago AG die Möglichkeiten der RFID-Technologie mit den Vorteilen der Etikettiertechnik. Zusammen mit den entsprechenden, kundenspezifischen Hard- und Softwarelösungen werden auf die Vorderseite dieser neuen Etiketten Daten im Thermo-Transfer oder Thermo-Direkt-Verfahren gedruckt und gleichzeitig elektronisch auf dem integrierten Mikro-Chip gespeichert. Diese Daten können später beliebig oft mutiert, ergänzt, erneut gespeichert, gelesen oder gelöscht werden. So können mehr Informationen als auf konventionellen Kennzeichnungsmedien gespeichert werden. Eine Kombination mit Strichcodes ist möglich. So kann ein Teil der Daten vom Chip auf diese Weise gleichzeitig auch im gedruckten Strichcode auf der Etikettenvorderseite hinterlegt werden.
    Dank dem Transponder können mehrere Daten und Informationen (z.B. Artikelbeschreibung, Daten, Nummern, Verpackungsinhalte, Namen oder Bestimmungsorte) gleichzeitig, lageunabhängig und auch durch eine Umverpackung hindurch elektronisch erfasst, gelesen, gelöscht, mutiert oder gesperrt werden. Um optimale Systemlösungen zu erreichen, bietet Pago kundenspezifische Gesamtpakete mit Smart Labels, Drucker, Leseeinheiten und Software an.

    Klare Zeichen in der Etikettierung
    Eine innovative Palette eindeutiger, sicherer und rückverfolgbarer Produktkennzeichnung erwartete die Besucher der L`99 in Basel. Neben bewährten Geräten kam dabei auch eine Weltneuheit zur Vorführung. 

    Bei der Weltneuheit handelte es sich um einen Paletten-Etikettierer, dem (zur Transportsicherung vielfach nötige) Strap- oder Schnurumreifungen kein Hindernis sind. Dieses Gerät - «Paletten-Etikettierer 266» benannt - kam von der vormaligen Willett Systeme GmbH (heute Videojet Technologies Suisse GmbH), Oensingen.  Willetts Messehit löste die Aufgabe in unterschiedlicher Höhe (von 350 bis 1800 mm); die «just-in-time» bedruckten Etiketten werden leimfrei auf zwei Palettenseiten an die Umreifung gehängt.
    Zu den in Basel präsentierten Geräten gehörten auch die Paletten-Etikettierer für das DIN A5-Format, die schon seit ihrer Einführung auf besondere Resonanz stossen. Die logistischen Vorteile der guten Lesbarkeit, sowohl durch das menschliche Auge als auch durch automatische Identifikationsgeräte, wurden bereits vielerorts zunutze gemacht: 

    • Der Typ Willett 250 mit dem kompakten Druck- und Spendegerät (Abmessungen: 80 x 80 x 170 cm in der Höhe) ist äusserst flexibel in bestehende Produktionslinien integrierbar. 
    • Der Typ Willett 255 ist besonders robust und damit für rauhe Umgebungsbedingungen geeignet. Er bietet darüber hinaus die Möglichkeit, je eine Etikette auf drei Seiten der Palettenladung aufzubringen.
    Bei der Etikettierung der Verbrauchereinheiten - der untersten bzw. ersten Stufe der Codierung -, wo die Gerätewahl wesentlich vom zu kennzeichnenden Produkt abhängt, bietet Willett die ganze Palette von Geräten und Systemen, geeignet fürs Bedrucken von kleinsten elektronischen Bausteinen bis zu Schachteln, Dosen, Tuben oder Flaschen.
    Die Qualität der Codierung wird in einem wesentlichen Masse durch die Lesbarkeit unterstützt. Einen hohen Qualitätsanspruch erfüllt diesbezüglich der Ink-Jet-Controller 370. Mit seinem hochauflösenden Z-Kopf erreichen die Benutzer beispielsweise 356 Punkte auf einer Schrifthöhe von 48 mm. Der Schreibkopf ist für den Druck von Windows-Schriftarten, Kundenlogos, Grafiken und allen gängigen Barcodes ausgelegt. Farbige Tinte kann problemlos verwendet werden, wobei das Bedrucken von Kartonagen, Trays, Papiersäcken, Gips und Holz lösungsmittelfrei erfolgt.

    Etikettiersystem für automatisches Dekorieren
    von Kunststofftuben
    (Kategorie «Industrie, Gewerbe, Technik, Bedruckungs- und Etikettiersysteme»)
    swiss_star_98.GIF (1716 Byte)Bisher hat der Auftraggeber im Offsetverfahren bedruckte Kunststofftuben beschafft, gelagert und abgefüllt. Mit dem neu entwickelten Etikettierverfahren werden die Tuben in neutraler Farbe eingekauft und unmittelbar vor dem Abfüllen automatisch mit Selbstklebeetiketten dekoriert. Die Vorteile liegen in der vereinfachten Lagerhaltung und in der höheren Flexibilität beim Abfüllprozess. Das Lager konnte auf vier neutrale Grundtuben reduziert werden. Das System wurde erstmals in der Schweiz installiert.
    biokosma.JPG (6434 Byte)Das neue Verfahren bietet eine komplette Systemlösung. Alle Vorteile von Selbstklebeetikettierverfahren stehen nun auch bei der Dekoration von Kunststofftuben zur Verfügung:
    • Neue Gestaltungsmöglichkeiten, die das herkömmliche Tubendesignspektrum um ein Vielfaches erweitern.
    • Höchste Dekorierqualität durch verschiedene Druck- und Veredelungsverfahren für dekorative Etiketten.
    • Flexibles und schnelles Reagieren auf Marktbedürfnisse und Kundenwünsche; die Tubenrohlinge werden zum aktuellen Zeitpunkt bedarfs- und kundenorientiert dekoriert.
    • Wirtschaftliche Logistik- und Beschaffungskonzepte:
    • Durch den Einsatz unbedruckter Tuben können die Rohlinge unterschiedlich dekoriert und für verschiedene Produkte eingesetzt werden, was beträchtliche Einsparungen ermöglicht.
    Einsender: Pago AG, Grabs
    Hersteller: Pago AG, Grabs
    Auftraggeber/Verwender: Biokosma AG, Ebnat
    Entwickler (Verfahren): Pago AG, Grabs

    Kommentar der Jury
    Das neu entwickelte Dekorationsverfahren für Kunststofftuben stellt als Komplettlösung offenbar eine Weltneuheit dar. Modernste Etikettiertechnik gepaart mit dekorativen Selbstklebeetiketten erweitern das Tubendesignspektrum um ein Vielfaches. Das System erfüllt hohe logistische Anforderungen bezüglich vereinfachter Lagerhaltung und erhöhter Flexibilität beim Abfüllprozess. Ersatz direkt bedruckter Kunststofftuben durch neutrale Tuben, die erst unmittelbar vor dem Abfüllen dekoriert werden. Dieser Vorteil kommt vor allem bei kleineren Serien und einer grossen Sortenvielfalt zum Tragen. Mit dem Etikettierverfahren können neue Marketingideen flexibel und schnell realisiert werden.


    Farbe sagt die Wahrheit
    Etiketten, welche als Zeit- und Temperaturindikator dienen, kommen vor allem im Lebensmittel- und Getränkebereich zur Anwendung. Diese neuen «Time/Temperature Labels» ändern im Laufe der Zeit bzw. bei sich ändernden Temperaturen ihre Farbe.

    Thermosensitiv für Geschmack
    «Are you ready?» Mit diesem Slogan bewirbt die Effems AG in Zug ihren neuen Marsdrink auf Plakaten. Das Milchmischgetränk des bekannten Markenartiklers wurde im Mai in der Schweiz eingeführt. Um am Verkaufspunkt noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen und dem Konsumenten den Genuss im gekühlten Zustand näher zu bringen, wurden die ersten 100'000 Drinks mit tesa-Thermoetiketten ausgestattet. Das von tesa-Bandfix AG in Bergdietikon hergestellte Etikett reagiert auf sich ändernde Temperaturen: Während es bei Zimmertemperatur einfarbig blau ist, erscheint es bei Kühlung unter 12 Grad Celsius zweifarbig - blau und rot. Dabei wird der Schriftzug «GREATER TASTE!» speziell hervorgehoben. Der Anwendung dieser aussergewöhnlichen Etikette sind kaum Grenzen gesetzt. So können unterschiedliche Farbtöne, reagierend auf diverse Temperaturbereiche (z.B. Gefrierpunkt, Körpertemperatur etc.) eingesetzt werden. Eine transparente Farbschicht nimmt - sobald die Temperatur unter ein bestimmtes Level fällt - einen zuvor bestimmten Farbton an.

    Zeitindikator für Sicherheit und Frische
    Eine Anwendung im Dienste der Lebensmittelsicherheit präsentierte die US-Firma DayMarkFood Safety Systems aus Bowling Green, Ohio, auf der «Restaurant Hotel Motel Show» in Chicago. Zu dieser grössten Gastronomiemesse Nordamerikas (mehr als 2050 Aussteller) kommen jährlich  mehr als 100 000 Fachbesucher. Der Aspekt der Lebensmittelsicherheit gehörte zu den Hauptthemen der Messe, sowohl an den Ständen als auch in parallel laufenden Seminaren. DayMarkFood Safety Systems zeigte, wie die Produktfrische mit Etiketten überwacht werden kann. Solange die Kreismitte heller ist als der Rand des Kreises, ist das Produkt frisch. Man kann die Etiketten entweder zum Zeitpunkt des Versands oder bei der Produktzubereitung aufbringen. Sie sind für die Frischekontrolle von Produkten mit unterschiedlichen Lagerzeiten und Anforderungen an die Temperatur erhältlich. 

    Auch für Promotionen und Badezusätze
    Neben Foodbereich ist die Anwendung der «Time/Temperature Labels» auch bei Promotionen gegeben. Sinnvolle Einsatzgebiete findet man auch im Nonfoodsektor, zum Beispiel bei Badezusätzen als Warnung vor zu heissem Wasser. 


    Etikettierlösung - verkaufsstark und rationell
    «Ready & Quick» heisst die neue Convenience-Idee, mit der die Migros ihren Kunden zeitsparend einen maximalen Essgenuss verspricht. Verschiedene, in neutraler Vakuumfolie verpackte pfannenfertige Gemüsesorten werden mit je zwei Selbstklebeetiketten rationell und verkaufsfördernd ausgezeichnet. Die im 5-Farben-Buchdruck ausgeführte Frontetikette sorgt für einen starken Blickfang am Verkaufspunkt; sie zeigt das Logo der Produktlinie sowie die Gemüse-Abbildung (die Linie wird momentan aus fünf verschiedenen Gemüsesorten gebildet). Die individuellen Produktdaten wie Preis, Haltbarkeitsdatum usw. werden beim Abpacken online im Thermoverfahren eingedruckt. Die schwarz-weisse Rückenetikette trägt neben dem EAN-Code zusätzliche Konsumenteninformationen über Zusammensetzung, Nährwert und Zubereitung. 
    Diese in Zusammenarbeit mit der Permapack AG, Rorschach, realisierte Etikettierlösung zeigt auf, welche logistischen Vorteile sich bei der Auszeichnung ganzer Produktlinien erzielen lassen. Ein neutrales Gebinde mit verschiedenen Etiketten ermöglicht demnach
    • Rationalisierung und Kosteneinsparung im Gebindelager
    • flexible Produktauszeichnung just in time
    • Textänderungen ohne Gebindeverlust.

    Farbiger Etikettendruck für den globalen Handel
    farbiger_etiketten.jpg (15152 Byte)Bar- und Datencodes reduzieren Fehler bei der automatischen Datenerfassung. Ein Anwenderbeispiel aus dem Bereich Ampullen-Verpackung zeigt, wie die Farbe auch bei kleinen Losgrössen helfen kann. Rund 10'000 Aufträge führt das Basler Verpackungszentrum der Hoffmann-La Roche AG jährlich aus. 30 bis 40 Prozent davon haben ein Volumen von weniger als 5000 Packungen. Deshalb ist Handarbeit vorherrschend. Ein Bericht in der Winterausgabe1997/8 der swisspack international zeigt, wie man sich selbst bei diesen kleinen Losgrössen modernster Technik bedient. Zur Anwendung kommt der Vierfarben-Etikettendruckers tesa CB 416 von Bandfix AG.

    Kompaktes und tempostarkes Etikettieren
    willet_210.jpg (20668 Byte)Das Etikettiersystem Willett 210 erfüllt die Anforderungen für praktisch alle Etikettenarten. Bei dieser Entwicklung hat  Videojet Technologies das Ziel verfolgt, aufgrund der kompakten Bauweise eine wirtschaftliche Alternative bei hohen Qualitätsanforderungen anzubieten. Das System etikettiert Produkte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Meter pro Minute. 

    Eimer-Etikettierung '97
    Das im Frühsommer auf der Achema '97 erstmals ausgestellte Pago-Etikettiersystem 206 zur Dekoration von runden und ovalen Kunststoffeimern stiess auch auf der FachPack '97 auf grosses Interesse.eimer_etikett.jpg (18663 Byte)

    Die Etikettierung erfolgt in einer kombinierten Dreh- und Zentrierstation. Die grossformatigen Selbstklebeetiketten werden mit Pagomaten auf die sich drehenden Eimer übertragen und mit nachgeschalteten Andückwalzen präzise und festhaltend anmassiert.