Entsorgung und Recycling
PET-Flaschen-Sortieranlage
PET ist leicht, bruchsicher und ökologisch wieder verwertbar. Heute werden jährlich 1,2 Milliarden PET-Getränkeflaschen im Schweizer Markt abgesetzt. Um die leeren PET-Flaschen wieder einzusammeln und den hochwertigen Wertstoff der Wiederverwertung zuzuführen, unterhält PET-Recycling Schweiz über 20'000 Sammelstellen. Im Frühjahr 2005 hat Borema Umwelttechnik AG bei Müller Recycling in Frauenfeld die modernste und leistungsfähigste PET-Flaschen-Sortieranlage Europas erstellt. Pro Stunde verarbeitet sie bis zu 140'000 PET-Getränkeflaschen, jährlich total 12'000 Tonnen. Mit nur einer «falschen» Flasche auf 10'000 arbeitet die Anlage so exakt wie keine andere. Die Anlage gilt im internationalen Vergleich in jeder Hinsicht - auch ökologisch - als Vorbild. Ein Bahnanschluss führt direkt in die Sortierhalle. Täglich werden zwei bis drei Waggons mit PET-Flaschen angeliefert - Tendenz steigend. Das sortierte Material wird sogleich in das benachbarte Verarbeitungswerk RecyPET transportiert. Das gewonnene PET-Rezyklat wird für hochwertige Produkte genutzt: in erster Linie für neue PET-Flaschen sowie für Textilfasern, Kleidungsstücke wie zum Beispiel Faserpelz, für Folien, Verpackungen, Verpackungsbänder und Füllmaterial. Dank des geschlossenen PET-Stoffkreislaufs kann 60 Prozent Energie gegenüber der Neuproduktion gespart werden.

Multipress ECO Wiegesysteme
Pöttinger bietet mit dem Multipress ECO ein intelligentes Entsorgungskonzept, das technisch, ökologisch und ökonomisch für den Betreiber wesentliche Vorteile bringt:
  • verursachergerechte Zuordnung der Abfallmenge, EU-geeichtes System 
  • verminderte Transportkosten durch verdichteten Müll - ca. 5:1
  • keine Geruchsbelästigung und ein sauberes Ortsbild 
  • tagesaktuelle Statistiken und Auswertungen per Internet 
  • voll- und Störmeldung per SMS und/oder E-mail 
  • Abrechnung über Rechnungskarte und Wertkarte.

  • Massgeschneiderte Entsorgungssysteme
    Entsorgung startet mittels spezifischer Erfassungs-, Absaug- und Transportvorrichtungen dort, wo Abfall entsteht. Über Leitungssysteme gelangen die Abfälle zum Entsorgungszentrum. Die Hunkeler Systeme AG arbeitet seit 1988 für die Entsorgungslogistik von Banken, Versicherungen, Rechenzentren, Lettershops und Papierfabriken sowie für die Verpackungs- und grafische Industrie. Für Kunden in vielen Ländern wurden massgeschneiderte Entwicklungen für die Entsorgungslogistik von Papier, Karton, Kunststoffe und andere Wertstoffe entwickelt und Entsorgungsanlagen und -systeme gebaut. Mit spezifischen Systemlösungen werden die Anforderungen einer gezielten Abfallbewirtschaftung erfüllt. Für spezifische Verarbeitungsmaschinen (Ballenpressen, Brikettierung, Presscontainer, Zerkleinerung) besitzt das Unternehmen Handelsvertretungen. Zudem können auch Staubluftzyklen recykliert werden. Staubhaltige Transportluft wird gereinigt und kann als klimatechnische Komponente in die Produktionsräume rückgeführt werden.

    Lösungen für Abfallentsorgung
    Als weitere Neuheit wird Die Endlosbrikett-Presse von Matho wird in der Schweiz von Printec Form AG angeboten. Das System kann als Insellösung eingesetzt werden. Die Abfallprodukte, mit Klebstoff beschichtete Materialien (Stanzgitter Matrix), Folien, Aluminium usw. werden angesaugt in der Einheit zerkleinert und zu Endlosbrikett gepresst. Matho ist spezialisiert auf Kleinanlagen und Gesamtlösungen für die Abfallentsorgung von Grossbetrieben. Die spezielle Konstruktion der Schneidmodule ermöglicht das Verarbeiten von sehr heiklen und schwierigen Materialien.

    Abfallcoaching von A bis Z
    Die im Umweltbereich tätige Toel Recycling AG in Gockhausen bei Zürich bietet neu ein Abfallcoaching für umfassende Recycling- und Entsorgungsberatung an. Spezialisten der Firma organisieren und optimieren die Abfallbewirtschaftung mit dem Ziel der Wiederverwertung von Ressourcen. Die Erfahrung zeigt, dass eine Abfallreduktion, welche Platz, Zeit und Kosten in signifikanten Masse spart, oft mit einfachen Mitteln erreichbar ist. Das Abfallcoaching umfasst die Analyse des Ist-Zustandes, Erarbeitung von Vorschlägen für die Trennung von Materialien für Wiederverwertung, Kosten-Nutzen-Analyse, Optimierung der Abfalllogistik, Probestellung von Maschinen und Anlagen mit Praxistest, Materialrückgewinnung und Ressourcen-Recycling. Die eingeleiteten Massnahmen werden über einen längeren Zeitraum - bis das gewünschte Resultat erreicht ist - begleitet. 

    Entsorgung nach Mass
    Kennen Sie die «total optimierte Entsorgungs-Lösung?» Für die Besucher der Basler Logistikmesse L 01 war die Antwort klar, sobald sie die am Rande eines Längskorridors stehende hydraulische Vertikal-Ballenpresse Dixi entdeckt hatten: Die Dixi 60 S  ist die neuste Maschine der Dixi-Reihe, welche in der Schweiz durch die Zürcher Toel Recycling AG vertrieben wird. Der Firmeninhaber Wolfgang Toel (links im Bild) drückt mit seinem Namen gleichzeitig sein Programm aus: «TOEL = Total Optimierte Entsorgungs-Lösung». Dixi 60 S arbeitet mit 60 Tonnen Pressdruck, was gegenüber der bisher stärksten Ausführung (50 t) immerhin eine 20-prozentige Steigerung bedeutet; die meistverkaufte Ballenpresse ist jedoch nach wie vor jene mit 18 t Pressdruck. Die neue, kompakt gebaute Maschine von 219 cm Höhe  zeichnet sich durch eine extrem hohe Einfüllöffnung aus und verarbeitet recyclinggerechte Ballen, die bis 500 kg schwer sind. Die Ballengrösse sowie eine Druckumschaltung von «Papierstoffe» auf «Folienmaterial» sind einstellbar. Die Maschine ist mit Microprozessor-Steuerung ohne Endschalter und einem übersichtlichen LCD-Display ausgestattet. Laut Klaus Hättig, Vertriebsleiter Umwelttechnik bei der deutschen Herstellerfirma Maschinenfabrik Bermatingen GmbH & Co. (rechts im Bild), wurden seit der Erstvorstellung im Mai 2001 in Deutschland bereits mehrere dieser Maschinen verkauft.

    Der Alukreislauf funktioniert
    Von den Getränkedosen aus Aluminium, in den fünfziger Jahren entwickelt, werden heute jährlich 150 Millionen Stück produziert. Von ihnen werden weltweit durchschnittlich 55 Prozent recycliert. In der Schweiz, wo die fürs Alu-Recycling verantwortliche IGORA-Genossenschaft kürzlich ihr 10. Geburtstages feierte, liegt die Recyclingquote am höchsten.
    Die Recyclingquote der Aludosen lag zu Beginn der IGORA-Zeit bei 31 Prozent, heute sind es 89 Prozent. Seit 3 Jahren sammelt diese Organisation auch Aluschalen für Tierfutter; hier stieg die Quote von 38 auf 55 Prozent. Die Alutuben wurden 1997 ins IGORA-Sammelsystem aufgenommen und der Rücklauf vergrösserte sich von 13 auf 20 Prozent. 
    Von den gesammelten Aludosen, -tuben und -schalen kommen jährlich knapp 2000 Tonnen Aluminium zusammen. Die Verantwortlichen der kürzlich in Betrieb genommenen Recyclinganlage bei der Aluminium Rheinfelden GmbH in D-Rheinfelden, vis-à-vis der Schweizer Grenze, haben anlässlich einer Pressereise gezeigt, dass das Werk genügend Kapazitäten bietet, um dieses Material in modernsten Anlagen zu recyceln. Geschäftsführer Alois Franke erklärte, wie im Schmelzofen aus den ballenweise gepressten Aluminiumverpackungen Sekundäraluminium gewonnen wird. Dieses dient zur Herstellung neuer Verpackungen und anderer Aluminiumprodukte.