Logistik aktuell
Die Logistik beeinflusst heute massgeblich sowohl die Struktur als auch die Handlungsmöglichkeiten von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Global vernetzte Wirtschaftsstrukturen erfordern hochverfügbare und effiziente Logistiksysteme. Diese gewährleisten die physische und informatorische Verbindung
  • im einzelnen Unternehmen
  • zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden
  • zwischen dem Unternehmen und seinen Lieferanten.

  • In diesem Zusammenhang ist die Logistik strategisches Instrument der Unternehmensführung. Entwicklungen im Logistikbereich haben daher häufig weitreichende Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Dabei können durch die richtige Umsetzung ganzheitlicher Logistik-Strategien Wettbewerbsvorteile auf- oder ausgebaut sowie nachhaltig gesichert werden. Eine funktionierende Logistik braucht heute eine Vielzahl von verschiedensten Komponenten und Teilsystemen. In der Fachzeitschrift swisspack international berichtet der Fachteil «Logistik aktuell» über die neusten Entwicklungen in diesem Bereich.



     
     
    KNAPP: neue Struktur
    Die KNAPP Logistik Automation GmbH ist in den letzten Jahren auf weltweit rund 1'300 Mitarbeitende angewachsen und erzielt eine Betriebsleistung von rund 200 Mio. Euro. Parallel dazu stieg auch die Anzahl der internationalen Niederlassungen auf über ein Dutzend. Um dieses Wachstum weiterhin zu unterstützen, sind neue Strukturen erforderlich geworden. Die strategische Steuerung des Unternehmens wird zukünftig in der KNAPP-Holding zusammengefasst. Diese Aufgabe übernehmen als Vorstände die beiden langjährigen Geschäftsführer des Stammhauses Hart bei Graz, Karl Freudelsperger (Bildmitte) und Eduard Wünscher (ganz links). Die Geschäftsleitung im Stammhaus übernehmen Franz Mathi, Technik & Administration (3. von links), Gerald Hofer, Vertrieb, Marketing & Qualitätsmanagement (2. von rechts) und Erik Körner, Innovation & Anlagendesign (ganz rechts). Franz Leitner (2. von links) leitet gemeinsam mit Bernhard Rottenbücher (5. von links) das Softwarehaus KNAPP Systemintegration GmbH in Leoben.

    Proaktive Lagerprozesse mit WMS
    Mit KiSoft WMS, dem Warehouse Management System von KNAPP, werden die Lagerprozesse proaktiv gesteuert. Das WMS integriert alle Prozesse und Technologien und der Anwender profitiert dadurch von lückenloser Transparenz und der Verfolgung aller Warenströme über alle Geschäftsprozesse. Chargen- oder Seriennummernverfolgung sind ebenso Standardfunktionalitäten wie Mandantenfähigkeit (verschiedene Wareneigner) oder Mehrlager-Unterstützung. Das System ist in über 100 Standorten weltweit erfolgreich im Einsatz. Es überzeugt durch hohe Skalierbarkeit - zum Einsatz kommt ein einheitliches System sowohl für IT-automatisierte (RF und Voice) als auch vollautomatisierte Lösungen. KiSoft WMS kann einfach um verschiedene Module ergänzt werden, zum Beispiel um das KiSoft Management Information System (MIS). Dieses liefert nicht nur Kennzahlen und Statistiken, sondern erlaubt bei vollkommener Online-Steuerung aller Prozesse auch jederzeit einen Einblick in Echtzeit - im Lager und auch unterwegs. Die dadurch gewonnene Transparenz des Lagers und dessen Entwicklung ermöglichen dem Lager- bzw. Logistikleitstand die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.

    SSI Schäfer und Salomon Automation zusammen
    Die SSI Schäfer unterstrich 2008 mit der Übernahme der Salomon Automation ihre führende Position im Bereich Intralogistik. Die auf komplexe Logistikanlagen und Kommissioniertechnik spezialisierten Unternehmen SSI Schäfer Noell GmbH und SSI Schäfer Peem GmbH wurden damit durch einen weiteren kompetenten Partner ergänzt. Unterstützt werden die drei Firmen durch die auf Automation fokussierten Produktionsstandorte Graz (A) und Hranice (CZ), wo die Fabrikation auf 60'000 m2 erweitert wird. Die praktisch durchgehende Wertschöpfung innerhalb der Gruppe ermöglicht nun rasches und kompetentes Reagieren auf die wechselnden Anforderungen des Marktes.

    Wohin mit den leeren Rollbehältern?
    Transportbehälter sind nützliche Hilfsmittel. Doch wohin mit ihnen, wenn sie gerade nicht gebraucht werden? Die Dennree GmbH in Töpen, führende Grosshändlerin für biologische Lebensmittel, hat eine passende Lösung in Anwendung. Die Firma liefert Naturkostprodukte mit garantiert ausgesuchter Qualität und Frische an über 1'800 Kunden in Deutschland, Österreich und Luxemburg aus. Diese Leistungen erfordern ein hohes Mass an Logistik und Präzision, um die Ware termingerecht zuzustellen. Am Standort Töpen führte Dennree Massnahmen zur Erweiterung der Lager- und Kommissionierflächen für Trocken-, Frische- und Tiefkühlprodukte durch. Neben baulichen Massnahmen stand im Rahmen dieser Aktivitäten die Installation verschiedener technischer Ausstattungen an. Hierzu zählt die automatische Leer-Rollbehälter-Rückführung mit einem Rollbehälterspeicher der Gilgen Logistics AG. Die Lebensmittel werden aus den verschiedenen Lagerbereichen im Zentrallager hauptsächlich nachts termingerecht kommissioniert. Die vollen Rollbehälter werden von der Distribution umgehend verladen und an die 9 Niederlassungen geliefert. Um die leeren Rollbehälter, welche den ganzen Tag angeliefert werden, zwischenzulagern, wurde eine Zwischenbühne über der Distributionsfläche für den Rollbehälterspeicher errichtet. Die dadurch frei gewordene Fläche wird jetzt als Lager- und Kommissionierfläche genutzt. Leere Rollbehälter werden je nach Typ im Untergeschoss auf eine Transportstrecke aufgegeben, mit einem Lift zur Bühne über der Distributionszone transportiert und dort auf dem automatischen Rollbehälterspeicher gepuffert. Bei der Kommissionierzone befinden sich 5 Abnahmestellen für leere Rollbehälter. Die Abnahmen werden laufend automatisch nachgefüllt. Damit sind immer leere Rollbehälter verfügbar. Durch diese Lösung hat Dennree teuren Lager- und Kommissionierraum gewonnen und den leeren Raum über der Distribution genutzt. Weiter sind keine aufwendigen, manuellen Transporte für leere Rollbehälter notwendig. Der Zwischenpuffer hat 1'290 Stellplätze mit einer Kapazität von 2'580 Rollbehälter. Die Dennree GmbH kommissioniert in Spitzenzeiten bis zu 3'000 Rollbehälter während 6 - 8 Stunden pro Tag. Die gesamten Förderelemente sind in Zahnriementechnik ausgeführt 

    Swisslog verstärkt Kompetenzen in der Leichtgutlogistik
    Der von Swisslog akquirierte Leichtgutlogistik-Spezialist EVOmatic verfügt über fundierte Erfahrung in der Entwicklung von erfolgreichen Logistiktechnologien. Das in Thalheim bei Wels (Österreich) angesiedelte, 2003 als Start-up gegründete Ingenieurunternehmen ist auf innovative automatisierte Technologien wie z.B. Regalbediengeräte, Lastaufnahmemittel oder Shuttlesysteme spezialisiert. «Die Materialflusstechnologien von EVOmatic werden die Wettbewerbsfähigkeit von Swisslog im Bereich der Leichtgutlogistik steigern. Die Akquisition ist Teil unserer Strategie, das Lösungsportfolio in wachstumsträchtigen Geschäftsbereichen auszubauen», erklärt Daniel Fink, Leiter der Division Warehouse & Distribution Solutions von Swisslog.

    ALSO: more than distribution
    ALSO ist in Europa eines der führenden Grosshandels- und Logistikunternehmen für Informationstechnologie und Consumer Electronics. Das Unternehmen ist in neun europäischen Ländern tätig: Unter dem Namen ALSO in der Schweiz und in Deutschland und unter GNT in Finnland, Norwegen, Schweden, Estland, Lettland, Litauen und Polen (ALSO übernahm 2008 hundert Prozent der finnischen GNT Holding, dem grössten ICE-Distributionsunternehmen in Skandinavien und Osteuropa). Als engagierter Businesspartner steht für ALSO der Kundennutzen an erster Stelle. Exzellenter Service und persönliche Betreuung sind dabei ebenso selbstverständlich wie Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit. Das Ziel ist eine langfristige Partnerschaft, auf welche sich die Geschäftspartner verlassen können. Das Unternehmen gehört zum Schindler-Konzern. In der Distribution ist ALSO in der Schweiz marktführend. Man arbeitet mit den namhaftesten Herstellern von Hard- und Software zusammen und erbringt zusätzliche Leistungen in den Value-added-Bereichen, Highend-Server, Storage, Sicherheit und Netzwerke. Ergänzend bietet man auch eine breite Palette von IT-Verbrauchsmaterial an. Die Marktleistung zeichnet sich durch hohe Verfügbarkeit aus und erfüllt strengste Qualitätsanforderungen. Auf dem bestehenden Areal in Emmen erstellt ALSO Schweiz neben dem bereits bestehenden Logistikcenter von rund 26'000 m2 ein zusätzliches Logistikcenter mit der gleich grossen Lagerfläche. Damit beträgt die zentrale Logistikplattform von ALSO für die Schweiz zukünftig insgesamt 52'000 m2. Durch die Konsolidierung ihrer Logistikstandorte erweitert man die Logistikkapazität um 20 Prozent und ist somit gut gerüstet, um das zukünftige Wachstum optimal abzuwickeln. Die Gilgen Logistics AG wurde für Lieferung einer automatischen Behälter-/Kartonförderanlage für die Kommissionierung beauftragt. Alle Ebenen (UG / EG / ZG / OG) sind an das automatische System angebunden. Die Behälter oder Kartons werden in der Kommissionierung im UG auf die Förderanlage aufgegeben. Über Heber und C-Förderer werden die Behälter in das EG und OG transportiert und anschliessend über Gurtförderer (unter der Decke) zu den Bereichen Versand/dynamischer Puffer/Versandkontrolle/Kommissionierung weitergeleitet. Kurze Durchlaufzeiten, eine hohe Produktivität durch intelligente Materialflussplanung mit zielgerichteter Zusammenführung und Verteilung von Lieferaufträgen sind Beispiele bezüglich den Anforderungen im dynamischen  Warenfluss. Im Sommer 2009 wird das neue, prozessoptimierte Logistikcenter betriebsbereit sein.

    40 Jahre Fördertechnik-Erfahrung
    Die Frei Fördertechnik AG ist seit 40 Jahren Spezialist auf dem Gebiet der Fördertechnik. Aus einer Hand werden Beratung, Planung, Fertigung, Montage und Service für Schütt- und Stückggut-Förderung jeglicher Art angeboten. Im Stückgutbereich gehören zu den Spezialitäten des Familienunternehmens neben Neuinstallationen auch Erweiterungen und Umbauten von bestehenden Anlagen. Dank ausgebauten Serviceleistungen können kostspielige Betriebsunterbrüche vermieden werden. Garantiert werden eine zuverlässige Versorgung mit Ersatzteilen und fachmännische Reparatur- und Servicearbeiten. 7 komplett ausgerüstete Servicefahrzeuge bieten einen Notfall-Pikettdienst. Mit Generalvertretungen werden in der Schweiz verschiedene Produkte und Dienstleistungen angeboten:
  • TRANSNORM SYSTEM ist spezialisiert auf fördertechnische Komponente wie auch komplette Gesamtanlagen inklusive komplexer Steuerungs- und Visualisierungssystemen. Die zu grösster Flexibilität gereifte Systembauweise steht künftigen Veränderungen in Bezug auf Fördergut, Automatisierungsgrad und Kapazitätsanpassungen nicht im Wege. Bei der Entwicklung und Fertigung fördertechnischer Schlüsselkomponenten ist das deutsche Unternehmen international führend, beispielsweise in der Kurvenfördertechnik mit einem Weltmarktanteil von mehr als 50 %. 
  • Die Frei Fördertechnik AG vertritt seit 1974 die auf Herstellung von Sieben zur Klassierung und Entwässerung von Schüttgütern spezialisierte, zur Hein-Lehmann-Gruppe gehörende Isenmann GmbH. 
  • Zellenradschleusen, Absperrschieber und Drehklappen für Schüttgüter sind die Spezialität des deutschen Unternehmens Jaudt. Die Fachleute der Frei Fördertechnik stehen hier auch als für Lösung der Sonderfälle zur Verfügung.
  • Überall dort, wo Metallteile im Fördergut Maschinen gefährden oder wo kein Metall im Fördergut erlaubt ist, sorgen Metallsuchgeräte von EAB für einen sicheren Schutz vor kostspieligen Schäden und Produktionsausfällen. Seit Ende 2006 wird EAB durch die Frei Fördertechnik vertreten.

  • MDE-Lösung für Lieferdienste
    Mit FieldForceAutomation präsentiert zetes eine Frontend-Lösung, mit der sich die informationslogistischen Prozesse im Lieferservice automatisieren und optimieren lassen. Moderne Handcomputer mit mobilen Belegdruckern und eine speziell auf die Anforderungen von Lieferdiensten zugeschnittene Software helfen, den administrativen Aufwand im Tagesgeschäft stark zu reduzieren und gleichzeitig vielfältige Fehlermöglichkeiten auszuschalten. Eine Komplettlösung für die mobile Datenerfassung im Lieferservice wurde von der Schweizer Zetes autoID Systems AG unter dem Namen FieldForceAutomation entwickelt und wird nun über die jeweiligen Landesvertretungen der Zetes Group europaweit angeboten. Ursprünglich für das Liefer- und Retourenmanagement von Getränkelogistikern entwickelt, erlaubt FieldForceAutomation vielen Branchen mit Lieferdiensten die schnelle und sichere Erfassung aller abrechnungsrelevanten Daten durch die Fahrer direkt vor Ort. Über Handcomputer mit mobilen Druckern können sie Lieferungen und Leergut-Rücknahmen bzw. Retouren dokumentieren und sofort Belege wie Lieferscheine, Rechnungen und Quittungen ausdrucken. Alle erfassten Daten der Tagestouren werden im Handcomputer gespeichert und in Echtzeit oder am Tagesende an das zentrale Warenwirtschaftssystem übertragen. FieldForceAutomation bietet den Fahrern eine spürbare Erleichterung bei ihrer täglichen Arbeit: Kein Gedränge bei der morgendlichen Tourenvorbereitung mehr, denn statt eines Stapels Lieferpapiere erhalten sie die Aufträge mit allen Details drahtlos auf ihren Handcomputer übertragen. Während der Tour lassen sich alle benötigten Informationen praxisgerecht darstellen, alle relevanten Aktivitäten bequem erfassen und direkt auf Plausibilität überprüfen. Barcodes lassen sich mit dem Handcomputer einscannen, Mengen bzw. Artikel über die Tastatur oder den Touchscreen eingeben und Unterschriften zur Bestätigung der Geschäftsvorfälle beleglos auf das Touchpanel eingeben. Abweichende Liefermengen und Retouren führen sofort zur Neuberechnung der Belege, die für die spätere Auswertung gespeichert und gleichzeitig als Kundenbeleg via Bluetooth zum mobilen Drucker übertragen werden. Nach Beendigung der Tour werden alle erfassten Daten und auch die gespeicherten Beleg-Dokumente über ein Kommunikations-Cradle oder WLAN ins zentrale Warenwirtschaftssystem übertragen und ausgewertet. Ein ausgedruckter Tourbeleg zeigt übersichtlich alle relevanten Ergebnisse des Tages an. So sehen Fahrer und Depotleiter auf einen Blick, wie viel Bargeld entgegengenommen wurde und wie viel Leergut bzw. Ware noch auf dem Fahrzeug sein sollte. Die ersten Installationen von FieldForceAutomation sind seit Mitte 2006 in 18 Depots der Heineken Switzerland AG im Einsatz und haben sich auf mehr als 80 Getränke-Lieferfahrzeugen bestens bewährt.

    Flexibel bei der Klebstoffproduktion
    Die Sika Chemie hat im Sommer 2008 anlässlich eines Fachpressegesprächs im neuen Klebstoffwerk Düdingen ihr automatisches Logistiksystem vorgestellt. Die innovative Anlage ermöglicht volle Flexibilität und höchste Versorgungssicherheit für Produktion, Abfüllung und Versand der Klebstoffe.

    Die Westfalia Logistics Solutions Switzerland AG, Generalunternehmerin für Planung und Umsetzung der Logistik, entwickelte ein innovatives Gesamtkonzept, welches aus drei Elementen besteht: einem Wareneingangspuffer mit Trans-Faster-Technologie zwischen den Abfüll- und Verpackungslinien auf der einen Seite, einem Warenein- und Ausgang auf der anderen Seite sowie einem Stahlbaupodest mit Palettieranlage auf einer zweiten Ebene. Eine Besonderheit der Anlage sind zwei flurfrei übereinander fahrende Regalfahrzeuge TransFaster. Das Hochregallager mit ca. 750 Palettenplätzen versorgt die Abfüllung mit Material und unterstützt die automatische Palettierung von Versandkartons mit Fertigprodukten. Wie Logistikleiter Roland Zenhäusern ausführte, schlägt Sika alle Waren just-intime um und benötigt kein Fertigwarenlager für Klebstoffe. Weil das System alle Räume und Flächen optimal nutzt, spart das Unternehmen darüber hinaus Energie, gewinnt Flexibilität bei Produktionsspitzen und Kapazitäten für die 2010 geplante Erweiterung der Anlage.

    TransFaster auf zwei Ebenen
    Das automatische, doppelttiefe HRL mit Satellitentechnik dient Sika als Anlieferungspuffer. LKWs liefern die Produktions- und Verpackungshilfsmittel auf Europaletten im Versandbereich an. Von dort schlagen Stapler die Paletten manuell um und bringen sie auf eine Einlagerungsfördertechnik mit Konturenkontrolle, die zum HRL-Einlagertor führt. Ein zweiter Förderer liegt direkt daneben und dient zur Auslagerung fehlerhafter Produkte und für Inventurzwecke. Beide TransFaster können am HRL-Eingang wechselweise Paletten von der Fördertechnik übernehmen und diese links und rechts einlagern, ohne sich zu behindern. Denn die Waren sollen schnell ins Lager, um dem nächsten LKW die Einlagerungsbahn frei zu machen. Erich Dreier, Projektverantwortlicher von Westfalia: «Die flurfreien TransFaster sind bei Sika extra nicht auf der gleichen Ebene angebracht, sondern in der obersten und der zweitobersten Ebene der Regale. So können sie gleichzeitig das HRL durchfahren und sich sogar kreuzen. Das ermöglicht höchste Redundanz, Betriebssicherheit und Einlagerleistung.»

    Zusammenspiel von Lager, Abfüllung und Verpackung
    Die Packmittel und Packhilfsmittel - Klebstofftuben, Etiketten usw. - werden von den TransFastern an integrierte Bereitstellbahnen mit Gefälle im Erdgeschoss übergeben. Sika-Personal pickt diese Waren dann manuell aus den Kartons von den Paletten und versorgt damit die Abfülllinien. Die Regalfahrzeuge füllen die Bereitstellbahnen automatisch wieder nach. Der Abfüllbereich an sich wird über FTS-Fahrzeuge aus der Sika-Produktion versorgt. Die Fahrzeuge bringen die Klebstoffe aus der angeschlossenen Produktionshalle zu den Abfülllinien. Die HRL-Gasse befindet sich zwischen Abfüllungs- und Versandbereich. Zwei Tunnels kreuzen sie und verkürzen dadurch die Wege zwischen den Hallen. Für Sonderaufgaben können so parallel zur Fördertechnik durch die Tunnels Waren umgeschlagen werden. Um den Verpackungsbereich direkt in Lager und Abfüllung zu integrieren, wurde eine Stahlbaubühne mit Fördertechnik und Palettierrobotern in der Abfüllhalle direkt ans TransFaster- HRL gebaut. Die Regalfahrzeuge übergeben die Paletten mit Hilfsmaterialien wie Folien, Umreifungsbändern und Palettendeckeln direkt der Palettieranlage. Vier S-Elevatoren bringen gleichzeitig die Kartons mit verpackten Spezialklebstoffen vom Erdgeschoss auf die Stahlbaubühne. Durch die Fördertechnik kommen die Kartonpackungen zu den Kuka-Palettierrobotern. Die palettierten Kartons werden automatisch umwickelt, mit einem Holzdeckel versehen, umreift und etikettiert. So schliesst sich der Materialfluss-Kreislauf zwischen Abfüllung, Verpackung und Palettierung. 


    Ecolog: jüngstes Mitglied der TGW-Gruppe
    Per 1. Juli 2007 wurde die Ecolog Logistiksysteme GmbH in die TGW-Gruppe integriert. Mit diesem für beide Unternehmen markanten Schritt reagiert das Management auf die Entwicklungen am Intralogistik-Markt und stellt die Weichen für die Zukunft. «Wir bemerken in den letzten Jahren sehr deutlich, dass sich unsere Absatzmärkte stark verändern. Grosse Generalunternehmer bauen sich beispielsweise ihre eigenen Mechatronik Kompetenz- und Produktionszentren auf», erläutert TGW-Geschäftsführer Georg Kirchmayr (rechts im Bild). Die Gruppe wolle sich daher verstärkt als Komplettanbieter für Intralogistiklösungen positionieren. Ecolog bringt laut Kirchmayr genau jene komplementären Kompetenzen, «die wir für unseren zukünftigen Markterfolg benötigen». Die Firma, die ihren Sitz wie das neue Mutterunternehmen im österreichischen Wels hat, ist seit rund neun Jahren ein erfolgreicher Systemanbieter von automatisierten und schlüsselfertigen Intralogistiklösungen. Ecolog-Geschäftsführer Manfred Lindner (links): «Unser Erfolg begründet sich darin, dass es uns sehr gut gelingt, das am besten zu den Geschäftsprozessen des jeweiligen Kunden passende Lösungskonzept zu finden. Dadurch konnten wir in den letzten Jahren stark wachsen und unseren Umsatz auf rund 40 Mio. Euro ausweiten.» Die TGW-Gruppe überschreitet mit dem Kauf die 1000-Mitarbeiter-Marke deutlich. Im Jahr 2010 werde man einen Umsatz 350 Mio. Euro erzielen, ist Kirchmayr überzeugt.

    Gesamtlösungen für die Food-Intralogistik
    Um die hohen Kundenanforderungen in Sachen Lieferbereitschaft und Verfügbarkeit zu erfüllen, sind neue Logistikkonzepte gefordert. Der steigenden Nachfrage nach komplexen Logistiklösungen kommt Gilgen Logistics AG mit massgeschneiderten Eigenprodukten für den innerbetrieblichen Transport, die Lagerung und Kommissionierung und für Lade-Applikationen nach. Von der Beratung, Planung, Projektmanagement, Entwicklung, Konstruktion, Lagerverwaltungsmanagement bis zu Schulung bietet das Unternehmen All-Inklusiv-Lösungen aus einer Hand an. Die Kernkompetenzen umfassen Förder- und Lagersysteme, Automatisierung, IT-Lösungen, Handling-Technologien und Spezialsysteme. Das komplette Förderprogramm beinhaltet das Behälter- und Stückgutfördersystem «mecom», welches für einfache wie auch komplexe Materialflüsse eingesetzt werden kann, Palettentransportsysteme, kombinierte Paletten- und Rollbehältertransportsysteme, Automatische Aufzüge, Monorail- und Hängebahnsysteme «licom», Kommissionier- und Lagersysteme für Paletten und Automatische Kleinteilelager. Das Rollbehälter- und Palettenfördersystem wird hauptsächlich in grossen Distributionszentren eingesetzt, vor allem in der Lebensmittelindustrie; aus dieser können bereits viele Referenzen vorgezeigt werden, darunter bekannte Schweizer Unternehmen wie Le Patron, Pistor und Coop. Für Le Patron, einen führenden Hersteller von Pasteten, Terrinen und Convenience-Foodprodukten, wurde eine komplette automatische Lagerlösung mit Anbindung an ein Behälterfördersystem konzipiert. Das Lagersystem kann bis zu 10'000 Gebinde mit den frischen Delikatessen aufnehmen. Die Lagerzone ist gekühlt zwischen 0° und 4°C. Von der Mechanik, Steuerung und dem Lagermanagement bis zur Betreuung durch den Kundendienst hatte Le Patron einen Ansprechpartner für das ganze Lager- und Transportsystem. Ein anderes führendes Handelsunternehmen für Lebensmittel ist die Firma Pistor, die Nummer Eins auf dem Schweizermarkt in Sachen Bäcker-Konditor-Confiserie und ein Grosshändler im Gastronomiebereich. Ein automatisches Leerbehältersystem handelt die Rückführung, Sortierung und Säuberung der Behälter. Weiter wurde eine Rollbehälterförderanlage mit Zwischenpuffer und eine Palettenförderanlage installiert. Der Schweizer Grossverteiler Coop gehört ebenfalls zum Kundenstamm der Gilgen Logistics. Die Coop Verteilzentrale Basel beabsichtigt den innerbetrieblichen Ablauf des Leergutes zu automatisieren. Eine Gebindeförderanlage mit einer Leergutzentrale und einem Pufferungssystem übernehmen heute den Materialfluss im Hause Coop. Das Leergut (Rollbehälter und Gebinde) wird zwischengepuffert und just in time an die entsprechenden Produktionsbereiche ausgeliefert. 

    ALDI spart Handlingskosten
    Weil ALDI-Süd einen Teil seiner Waren auf Europaletten angeliefert bekommt, aber im Abverkauf teilweise Halbpaletten verwendet, muss die Ware jeweils umgeladen werden. Diesen Arbeitsprozess übernehmen nun die automatisierten und patentierten Umladestationen von Gebhardt. Die Ware muss nicht in die Hand genommen werden und der Umladeprozess erfolgt schnell und sicher. Mit der Anlage wird eine Umladeleistung von 40 Europaletten pro Stunde erreicht. Da bei ALDI-Süd durchgängig Halbpaletten eingesetzt werden, ist das für den Discounter die ideale Lösung.

    Neuartige Palettenbewirtschaftung
    Für ihre neuartige Lösung im Bereich Tauschgeräte-Bewirtschaftung (Paletten) wurde die Holliger Paletten Logistik AG vom Wirtschaftsverband GS1 Schweiz mit dem Swiss Logistics Award 2005 ausgezeichnet. Die Idee dieses Projekts bestand darin, den Kunden - Verwender von Paletten aller Art - eine ganzheitliche, online gesteuerte Logistiklösung in der Palettenbewirtschaftung anzubieten. Entstanden ist ein Paletten-Sortierwerk, bei dem eine komplexe IT-Architektur das Kernstück bildet. Die Kunden können in einem ersten Schritt im sogenannten Palettenportal, einem übers Internet zugänglichen virtuellen Netzwerk, ihre Daten und Aufträge eingeben oder verändern. Der Auftrag wird darauf automatisch ausgelöst. Mit einem System aus Förder- und Hebetechnik sowie mittels 500 Sensoren, 172 Antriebsmotoren und 5 Roboter werden die Paletten sortiert und bereitgestellt. Über das Palettenportal hat der Kunde die Möglichkeit, jeden einzelnen Prozessschritt seiner bestellten Paletten online nachzuvollziehen. Die Jahreskapazität dieses Paletten-Service-Centers liegt bei rund 1,6 Mio. Sortierungen, wovon 1,1 Mio. Reparaturen sind. Holliger hat damit ein Dienstleistungspaket geschaffen, das Mehrwert für sämtliche Marktpartner schafft, zur Kostenoptimierung beiträgt und schliesslich die Wertschöpfung für alle Beteiligten steigert. Durch die Zunahme der Gütertransporte im EU-Raum werden solche zukunftsorientierten Lösungen in der Palettenlogistik immer wichtiger. Der gesamte Palettenbedarf in der Eurozone verzeichnet ein jährliches Wachstum zwischen 7 und10 Prozent. Der Anteil der Mehrwegpaletten nimmt dabei stärker zu.

    Mehrwegbehälter im Buchhandel
    Rund 80'000 Neuerscheinungen kommen jährlich auf den deutschsprachigen Buchmarkt. Besonders bei Toptiteln warten die Leser schon wochenlang auf den Erscheinungstermin. Ist es dann endlich soweit, müssen die Bücher schnellstmöglich zu den Buchhändlern. In der Schweiz liefern Zwischenbuchhändler die Buchsendungen aus. Bücher Balmer in Hünenberg bei Zug beliefert als einer der grössten Zwischenbuchhändler täglich bis zu 600 Buchhändler und Privatpersonen. Die Firma generiert einen Jahresumsatz von 41 Millionen Franken. Beim Transport der Bücher kommen 20'000 Mehrwegbehälter der BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH zum Einsatz.Das Verlagsangebot reicht von Informatik über Religion, Belletristik und Kinderbücher bis zu Schulbüchern. Täglich gehen fünf bis zehn Verlagssendungen ein. Viele von ihnen verschickt Bücher Balmer oft noch am gleichen Tag. Der Zwischenbuchhändler arbeitet mit einer zweigleisigen Lieferstrategie. Die zwanzig grössten Kunden erhalten die Lieferung regalfertig. Das heisst, die Bücher werden nach den Regalplätzen der Buchhandlung sortiert und in die Mehrwegbehälter verpackt. So sieht der Buchhändler schon an der unterschiedlichen Kennzeichnung am Behälter, in welches Regal die gelieferten Bücher müssen - zeitaufwändiges Hin- und Herlaufen zwischen den Regalen entfällt. Die anderen Buchhandlungen erhalten eine normale Lieferung. Zur Optimierung der Lieferbedingungen kooperiert Bücher Balmer mit zwei weiteren Zwischenbuchhändlern, der AVA Verlagsauslieferung AG und der BD Bücherdienst AG. Die drei Unternehmen beliefern als «Service Zentrum Buch» (SZB) die grossen Buchhändler über eine gemeinsame Vertriebsschiene, das spart Kosten und Zeit. Vor der Auslieferung an die Kunden führen die drei Unternehmen bei der AVA Verlagsauslieferung ihre Buchsendungen zusammen. Mit der Auslieferung der Bücher beauftragte das SZB die Spedition Swiss Post Net.
    Drei Millionen Bücher auf 52'000 Plätzen lagern bei Bücher Balmer. Die Kommissionierer beginnen am späten Vormittag mit ihrer Arbeit. Zuerst kommissionieren sie die Bücher für die Kunden mit regalfertiger Lieferung. Nach der Kommissionierung verstauen Verpacker die Bücher in die Mehrwegbehälter. Sie können die Behälter mit den klappbaren Deckeln sicher verschliessen. Dadurch sind die Bücher vor Beschädigung geschützt und gehen nicht verloren und die Boxen sind auch bepackt problemlos stapelbar. Dann ist die Auftragsabwicklung an der Reihe. Die Boxen haben eine durchsichtige Tasche für Lieferscheine, die fest und sichtbar mit der Box verbunden ist. Zudem können die Mitarbeiter an der Aussenwand dank einer speziellen Klebefeldfolie Adressetiketten einfach anbringen und rückstandsfrei wieder ablösen. Damit entfällt eine zeitaufwändige Reinigung der Behälter und der Empfänger ist jederzeit deutlich zu erkennen. Sind alle Boxen gepackt und mit Lieferscheinen versehen, bereiten die Lagermitarbeiter die Paletten für den Transport vor. Zwischenzeitlich arbeiten die Kommissionierer an den restlichen Bestellungen. Bücher Balmer liefert täglich zwischen 500 und 700 Behälter aus, davon circa 150 regalfertig. Um 16.00 Uhr kommt der Spediteur, der die Paletten mit den regalfertigen Lieferungen zur AVA Verlagsauslieferung in das 20 Kilometer entfernte Affoltern bringt. Fast zeitgleich mit den Behältern von Bücher Balmer kommt die Lieferung vom BD Bücherdienst an. Sobald alle Paletten abgeladen sind, beginnen die Mitarbeiter mit der Konsolidierung der Bestellungen. Wie Bücher Balmer sortieren auch die AVA Verlagsauslieferung und der BD Bücherdienst die Bücher nach Kunden und Regalplätzen. Die Mitarbeiter verpacken nun Bücher für das gleiche Regal in einem gemeinsamen Behälter. An der Laderampe wartet schon der Lkw von Swiss Post Net, um die insgesamt rund 2000 Behälter abzuholen. Der Logistik-Dienstleister sorgt nun dafür, dass die Lieferung pünktlich um 6.00 Uhr morgens in den Buchhandlungen ankommt. Bei der Anlieferung werden die leeren Boxen abgeholt, bei Swiss Post Net zwischengelagert und später dem Kreislauf wieder zugefügt. Um 17.00 Uhr holt Swiss Post Net die Lieferung für die restlichen Buchhandlungen ab. Ein Grossteil dieser Buchhandlungen erhält die Lieferung um 6.00 Uhr direkt von Swiss Post Net. Nur die kleinsten Buchhandlungen erhalten erst im Laufe des Vormittags ihre Bücher. Swiss Post Net liefert diese Boxen über Nacht direkt an die 70 Basiszentren der Schweizer Post, die sich dann um die pünktliche Zustellung kümmert. Die Lieferung ist spätestens 12.00 Uhr mittags bei den Buchhändlern. Da läuft bei Bücher Balmer die Kommissionierung schon wieder auf Hochtouren.

    Erfolgsstory Coop Schweiz
    Im April 2001 erhielt Salomon Automation den Auftrag, alle Lager der 5 Logistikregionen der Coop bis 2005 auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Bis Ende 2003 sind 6 Lager erfolgreich in Betrieb genommen worden. Über 26 Distributionszentren in der gesamten Schweiz verteilt Coop täglich 18'000 Paletten an Frischeprodukten, Getränken, Grundnahrungsmitteln und Nonfood an die 1600 Läden, Warenhäuser und Bau- und Hobbymärkte. Die Logistikstruktur gliedert sich in zwei nationale Verteilzentren für Tiefkühlprodukte (Givisiez und Hinwil), zwei nationale Verteilzentren (Wangen und Pratteln), ein nationales Verteilzentrum für Bau und Hobby in Gwatt und mehrere regionale Distributionszentren für sehr schnelldrehende Artikel sowie für Molkerei-, Obst/Gemüse- und Fleischprodukte. Sechs Lager wurden mit dem modularen Lagerverwaltungssystem Wamas M/RS, mit dem Staplerleit- und Kommissioniersystem Wamas P, das Grundlage für drei verschiedene Kommissioniertechniken, wie Papier, Funk beleglos und Pick-by-Light ist, ausgestattet. Zwei dieser Lager, Givisiez und Hinwil, beides Tiefkühllager, wurden vollautomatisiert. Auch im angebundenen, automatischen Hochregallager von Coop in Wangen werden die Warenbewegungen mit Wamas gesteuert, verwaltet und optimiert. Die autonomen Wamas Systeme eines jeden Lagers sind jeweils mit dem zentralen SAP R/3 (CRS) von Coop via IDOC-Schnittstelle (dezentrales WMS) verbunden. Das Logistikzentrum in Wangen liefert an Spitzentagen bis zu 380'000 Collies mit dem Wamas System aus. Es werden an die 3500 Rollcontainer und bis zu 700 Ganzpaletten ausgeliefert. Der Wareneingang ist mit 34 mobilen Arbeitsplätzen (Caddies) ausgestattet, die täglich zwischen 2000 und 3000 Paletten vereinnahmen. In Wangen wurden zusätzlich ein Hochregallager und ein Kanallager mit Kommissionierfront angebunden. Gesamt verwaltet das System weit über 40'000 Reserve- und Rüstplätze. In den vollautomatischen Tiefkühllagern in Hinwil und Givisiez werden 5200 Paletten- und 18'200 Behälterplätze bewirtschaftet. Abgesehen von der vollautomatischen Steuerung des Warenflusses und der Lagerung der Waren, stellen das Umpacken von Paletten in Behälter, die Kommissionierung mit Pick-by-Light und der Einsatz der Tourendisposition Besonderheiten dar.

    Salomon Automation expandiert 
    Die Salomon-Niederlassungen in der Schweiz und in Deutschland wurden 2007 personell verstärkt, die Unternehmenszentrale WAMAS City in Friesach bei Graz ausgebaut und neue Repräsentanzen in Hamburg und Ungarn etabliert. Salomon Automation, das auf Logistiksoftware und Logistikanlagen spezialisierte Unternehmen, treibt die Internationalisierung voran und expandiert sowohl nach Ost- als auch nach Westeuropa. Die Firmenzentrale in Friesach bei Graz wurde um 120 neue Arbeitsplätze erweitert. Neben dem Schweizer Standort in Hirschthal bei Aarau, von dem aus auch Frankreich und Italien mitbetreut werden, verfügt die 1983 gegründete Salomon Automation über eigene Niederlassungen in Deutschland, Spanien, Dänemark und Kroatien.

    Neues Logistikzentrum für OPO Oeschger AG
    Die TGW Systems Integration GmbH (früher Ecolog Logistiksysteme GmbH) realisierte für das in Kloten ansässige Unternehmen OPO Oeschger AG einen Grossauftrag in Höhe von rund 12 Millionen Franken. «Ausschlaggebend für die Vergabe an Ecolog war die gemeinsame Planung und die Abstimmung der Materialflüsse und der Logistiksoftware CI_LOG auf die besonderen Bedürfnisse von OPO, sowie die innovative Konzeption der Logistiklösung», kommentierte den Auftrag Manfred Lindner, Geschäftsführer des österreichischen Logistikunternehmens. Die Kernkompetenz von OPO liegt im Handel mit Beschlägen und Werkzeugen für Schreiner, Innenausstatter und die holzverarbeitende Industrie. Insgesamt sind über 35'000 Artikel (Möbel- und Baubeschläge, Werkzeuge, Maschinen) auf Lager. Pro Tag werden bis 9'000 Artikelpositionen eingelagert und kommissioniert. Über 1'300 Postpakete und über 150 grössere Sendungen werden versandt. Ausserdem werden mehr als 100 Abholer bedient. Das neue, vollautomatische Logistikzentrum wurde 2006 fertig gestellt. Die Inbetriebnahme erfolgte ohne Betriebsunterbrechung. Errichtet wurde ein achtgassiges, 18 m hohes und 50 m langes Automatisches Kleinteilelager (AKL) mit 90'000 Stellplätzen (600 x 400 mm), das auf zwölf Gassen mit 134'000 Stellplätzen erweiterbar ist. An sechs Pick-to-light-Arbeitsplätzen kann in Behälter, Kartons oder Postboxen kommissioniert werden. Die Leerbehälter werden automatisiert bereitgestellt. Die automatisch versorgte Verpackungszone ist mit vier Arbeitsplätzen ausgestattet. Das AKL und die Verpackungszone befinden sich im Neubau von OPO. Der 16 Umpackplätze umfassende Wareneingang sowie die Auftragszusammenführung wurden im Altbau untergebracht. Bei der Konzeption und Auslegung der Logistiklösung hat man die Ausbaufähigkeit bereits berücksichtigt. Sämtliche Warehouse Managementfunktionen sowie die Steuerung der Materialflüsse übernahm die von damaliger Ecolog entwickelte SCM-Software CI_LOG, die an den HOST von OPO gekoppelt ist. 

    Konzentrierte Infrastruktur
    30'650 Palettenstellplätze, ein Durchsatz von rund 120'000 Tonnen Stückgut im Jahr und rund 2'400 Palettenbewegungen pro Tag: das sind die Kennzahlen des neuen Distributionszentrums, mit dem die BASF Coatings AG, Münster, ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und eine effizientere Belieferung der Kunden erzielen will. Generalunternehmen für die intralogistischen Anlagen war die viastore systems GmbH. Aufgrund fehlender Lagerkapazitäten plante das Unternehmen ein neues Distributionszentrum am Standort Hiltrup, das insgesamt drei Ausweichlager ersetzt. Dadurch entfallen etwa acht Prozent der bisherigen LKW-Transporte, und die Effizienz der Versandlogistik kann durch schnellere, fehlerfreie Belieferung der Kunden deutlich gesteigert werden. Das Distributionszentrum ist in eine Hochregallageranlage, in eine Kommissionier- und in eine Verladezone aufgeteilt. In der voll automatisierten Hochregalanlage werden insgesamt etwa 12'600 Tonnen Fertigprodukte gelagert. Elf Regalbediengeräte des Typs viapal ermöglichen bis zu 2'400 Ein- und Auslagerungen pro Tag. An neun Abpackplätzen können bis zu 27 Kundenbestellungen gleichzeitig bedient werden. Auch für die Software-Seite des Projektes zeichnet viastore systems verantwortlich: Neben der Implementierung des Warehouse Management Systems viad@t sorgte das Stuttgarter Logistikunternehmen auch für die Anbindung der Lagerverwaltung an das übergeordnete SAP-System. Eine Besonderheit des Distributionszentrums sind die Sicherheitsvorrichtungen: Die Hochregallageranlage ist durch eine Reduzierung des Sauerstoffgehalts auf 13 Prozent permanent gegen Brand geschützt. Das ist eine in der Chemieindustrie weltweit einmalige Massnahme. Zusätzlich verhindert im Versandbereich ein stündlich zweifacher Luftwechsel die Bildung eines explosiven Luftgemischs.

    MAPO mit ATLET-Generalvertretung
    Seit Juli 2004 vertritt die MAPO AG den bekannten schwedischen Flurfördermittel-Hersteller ATLET AB in der Schweiz. Der Name ATLET steht für qualitativ hochwertige Flurförderzeuge vom Niederhubwagen bis zum Hochhubkommissionierer zu günstigen Preisen. Das Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, seine Produkte nicht nur punkto Leistung, sondern auch auf dem Gebiet der Ergonomie ständig weiter zu entwickeln. 

    Bananen auf eine neue Art
    Ein neues Mehrweggebinde aus PP löst bei der Migros die allseits bekannten, auch als Umzugskartons beliebten «Bananenschachteln» ab. Die wiederverwendbare Kunststoffverpackung kommt in den Läden auch als ein ansprechendes Display zum Einsatz. Nebst dem Schutz des heiklen Produktes bei der Lagerung und beim Transport wird mit dem neuen Tray somit auch die Produktpräsentation am POP optimiert.
    Dank seinen grossen Flächen zur Anbringung von Logo und Botschaft bietet das in den Farben Blau und Gelb gehaltene Gebinde eine wirksame Werbemöglichkeit. Der im Auftrag des Migros-Genossenschafts-Bundes von Georg Utz AG, Bremgarten, entwickelte und hergestellte Mehrweg-Bananentray ist Träger zweier wichtiger Verpackungsauszeichnungen des Jahres 2003: eines Swiss Stars und eines World Stars. Diese neuen Transport- und Displaygebinde sind kompatibel mit den bestehenden Gebinden der Migros und der SGL (gemischter Stapel). Sie sind - ohne Anpassung in der Logistik - stapelbar und einsetzbar auf bestehenden Anlagen. Die auf einer speziellen Palette angelieferten und in Reifezellen ausgereiften Bananen werden manuell oder maschinell in die Mehrweg-Bananengebinde eingelegt und kommissioniert. Auf allen 4 Seiten sind integrierte Etikettenhalter vorhanden. Dank grossen Radien und dem verschweissten Doppelboden, welcher eine höhere Belastung ermöglicht, sind die Bananen optimal geschützt. Im Winter wird zum Schutz vor der Kälte noch ein Kartondeckel angebracht. Die Reinigung kann in den vorhandenen Gebindewaschmaschinen erfolgen. Durch die hohe Anzahl Rotationen der Mehrweggebinde von der Abpackerei zum POP und zurück wird eine hohe Wirtschaftlichkeit erzielt. Die kalkulierte Lebensdauer der 600 x 400 x 280 mm grossen und im Leerzustand 2,9 kg schweren Kunststoffgebinde beträgt acht Jahre, wobei ein Tray rund 50 Umläufe pro Jahr erreichen dürfte.

    An der vom Schweizerischen Verpackungsinstitut SVI am 6. November 2003 im KKL Luzern veranstalteten Prämierungsfeier wurden insgesamt sieben Swiss Stars 2003 und parallel dazu ein Konsumentenpreis verliehen. Wir stellen auf der folgenden Seite alle Preisträger vor.


    Leistungsstarke Werkslogistik
    Die viastore systems GmbH realisiert für die Krüger GmbH in Bergisch Gladbach, einen der führenden Hersteller von Instant-Produkten, ein modernes Logistikzentrum mit enger Anbindung zur Produktion. Der Stuttgarter Logistikexperte liefert Fördertechnik, Regalbediengeräte sowie das Lagerverwaltungssystem und steuert die technische Realisierung als Generalunternehmer. Das rund 31 m hohe automatische Hochregallager wird künftig Platz für ca. 46'000 Paletten mit Roh- und Fertigwaren bieten. Eine Elektrohängebahn verknüpft das Lager mit der Produktion. Über diese rund 750 m lange Förderstrecke werden die Waren über das Firmengelände an vier «Bahnhöfe» verteilt. An diesen Stellen werden auch fertige Produkte aufgenommen. viastore systems liefert zur Realisierung des Logistikzentrums 14 Regalbediengeräte, die Elektrohängebahn mit 40 Gehängen, die Fördertechnik mit mehr als 1000 Antrieben sowie das Lagerverwaltungssystem «viad@t 6.0» inklusive Rechner. Das Warehouse Management System mit integriertem Staplerleitsystem ist an die unternehmensweite Plattform SAP R/3 angebunden und steuert über Funk auch die Flurförderzeuge des Werkes. 

    Innovatives Logistiksystem bei Pistor
    Pistor in Rothenburg, Grossist für Bäckerei, Konditorei und Gastrobetriebe, eröffnete sein neues Kleincollilager, welches von der Firma Salomon Automation AG mit automatisch wechselnden Rüstfronten errichtet wurde:ein bis heute in der Schweiz einzigartiges Logistiksystem, mit dem 10'000 Lagerplätze mit Artikeln von maximal 10 kg auf kleinstem Raum effizient bewirtschaftet werden können. Der Lagerneubau wurde in die bereits bestehende Host-Struktur als auch in das bestehende Lagerverwaltungssystems mit der online geführten Lager- und Kommissioniersteuerung integriert. Flexibilität und Dynamik in der Auftragsabwicklung, steigende Auftragszahlen bei immer kleineren Volumina pro Auftrag, saisonal sehr unterschiedliche Umschlagshäufigkeit der einzelnen Artikel, steigende Anzahl von Artikel in der Kommissionierfront sowie die Erweiterung der Lagerkapazität waren die Anforderung an das zu implementierende Logistiksystem. Das Warenflusskonzept optimiert die Warenströme und die damit verbundene Ablauforganisation. Die Anforderung wie minimale Kommissionierweg und minimale Durchlaufzeiten der Aufträge werden vollumfänglich erreicht. Ware, die in das automatische Kleincollilager eingelagert wird, wird über mobile Wareneingangsterminal erfasst und etikettiert. Paletten werden über einen Vertikalförderer direkt den Umpackarbeitsplätzen im Tageslichtbereich im Dachgeschoss des Collilagers bereitgestellt. Hier werden die Artikel datentechnisch erfasst (Menge, Gewicht, Ablaufdatum, usw.) und auf Tablare, die automatisch am Umpackplatz bereitgestellt werden, umgepackt und automatisch eingelagert. Das automatische Lager- und Kommissioniersystem für Collis basiert auf einer auftragsbezogenen Kommissionierung in Behälter. Der Kommissionierablauf zeichnet sich vor allem durch die wechselnden Rüstfronten aus. Der Kommissionierbereich erstreckt sich über 15 m, wobei die Kundenaufträge zum einen aus dem dynamischen Lagerbereich und zum anderen aus dem statischen Bereich kommissioniert werden. 110 Umlagerungen pro Stunde können erreicht werden. Der Kommissionierer wird durch ein «Pick-by-light» System sicher durch den Kommissioniervorgang geführt. Die kommissionierten Behälter werden dem automatischen Bereitstellpuffer zugeführt, vom Hauptkommissionierer ereignisgesteuert abgerufen und automatisch den Bereitstellbahnen zugewiesen.

    Logistische Gesamtlösungen in Partnerschaft
    Im Sinne der Fixkosten-Reduzierung, welche für viele Unternehmen zu einer (Über-)Lebensnotwendigkeit geworden ist, gewinnt das Dienstleistungsgeschäft auch für Antalis Schweiz immer mehr an Bedeutung. Mit seinem strategischen Standbein «Antalis Solutions» hat das traditionelle Papiergrosshandelsunternehmen seine logistischen Dienstleistungen auf die Papierlogistik und den Transport für Druckereikunden weiter ausgebaut. Mit neuen logistischen Gesamtlösungen spricht man im besonderen Speditionsabteilungen der Industrieunternehmen an. Solche auf Spezialbedürfnisse zugeschnittene Lösungen sollen es kostenbewussten Grossunternehmen ermöglichen, die personal- und kostenintensive Bewirtschaftung von Verbrauchs- und Büromaterial einem externen Spezialisten zu übergeben. Damit entsteht mehr Freiraum für die eigentlichen Kernkompetenzen.

    Effiziente Lösungen für die Logistik
    Um inner- und ausserbetriebliche Logistikabläufe hinsichtlich Fehlerfreiheit und Umschlagsgeschwindigkeit zu optimieren, bietet das Wanzl Geschäftsfeld Logistik & Industrie ein umfangreiches Programm an Transport- sowie Kommissioniercontainern, stapelbaren Palettenaufsätzen und wendigen Transportwagen. Individuallösungen, zugeschnitten auf spezielle Einsatzsituationen, realisiert man flexibel in Absprache mit den Kunden. Das breite Produktionsprogramm unterstützt durch seine Vielseitigkeit logistische Abläufe. Als Multitalent erweist sich der Combicontainer mit widerstandfähiger und leicht zu reinigender Kunststoffpalette: Geeignet für Industrie, Handel, Gewerbe und Transportunternehmen passt sich der Kombicontainer mit seinen flexiblen Ausrüstungsvarianten dem gewünschten Einsatzzweck an. Hochwertige oder sensible Artikel sind im Sammelcontainer sicher untergebracht. Die robuste Metallbauweise schützt zusätzlich vor Warenschwund und garantiert Langlebigkeit. Besonderer Vorteil der ineinander schiebbaren Container ist deren geringer Platzbedarf. Stehen Kommissionieraufgaben im Mittelpunkt, unterstützt der Container KT 3 Logistikprozesse. Er steht in verschiedenen Grössen, Höhen und Ausrüstvarianten zur Verfügung. Der variable Basistyp lässt sich mit zusätzlichen Etagen unterschiedlicher Ausführungen ausstatten, und diese Flexibilität garantiert das richtige Transportmittel für jeden Kommissioniereinsatz. Weiterer Vorteil des Modells KT 3 ist dessen Wendigkeit, selbst in voll beladenem Zustand.

    Logistikzentrum für fehlerfreie Kommissionierung
    Der Stuttgarter Spezialist für automatische Lagersysteme viastore systems hat für die R. Stahl Schaltgeräte GmbH ein neues Logistikzentrum realisiert, mit dem höchste Sicherheit und Fehlerfreiheit beim Ein- und Auslagern für eine auftragsreine Kommissionierung erreicht wird. Es handelt sich dabei um ein Komplettsystem mit Regalbediengeräten, Steuerung, Staplerleitsystem und Lagerverwaltungs-Software. Die R. Stahl Schaltgeräte GmbH ist Deutschlands grösster und im Weltmarkt mit führender Hersteller von Komponenten und Geräten für den Explosionsschutz. Das Artikelspektrum umfasst rund 30'000 Teile, aus denen knapp 3000 verschiedene Produkte gefertigt werden. Das neue Logistiksystem synchronisiert die Abläufe des Kleinteilelagers, des Hochregallagers und des Bodenlagers so, dass jeweils nur komplette Aufträge an die Produktion ausgeliefert oder in den Versand transportiert werden. Dadurch wird im Gegensatz zum bisherigen manuellen Lagersystem eine nahezu hundertprozentige Sicherheit beim Ein- und Auslagern erreicht. Darüber hinaus wird mit der modernen Technologie ein hohes Einsparpotenzial freigesetzt. Das vollständig in die Lagerverwaltung integrierte Staplerleitsystem optimiert die Effizienz des Lagers erheblich, indem es das Zusammenspiel von automatischem Hochregal und Frontstaplern organisiert. Das System berechnet die optimale Fahrstrecke für die Stapler und übermittelt entsprechende Steuerinformationen über Funkterminals an den Staplerfahrer. Dabei werden die Fahrer nicht ferngesteuert, sondern können auch selbst Prioritäten setzen, um flexibel auf Transportaufgaben reagieren zu können.

    Warenbewirtschaftung rationalisieren
    Die Produktebewirtschaftung gewinnt laufend an Bedeutung. Produktionsbetriebe und deren Lager werden mit den Lagern der Grossisten und Detaillisten durchgehend verbunden. So können Daten über Warenbestände und Warenbewegungen bis hin zum Verkaufspunkt ausgetauscht werden. Voraussetzung einer Warenbewirtschaftung im offenen System sind einheitliche Datenstrukturen gemäss EAN - mit klarer und eindeutiger Identifikation jeder Wareneinheit. 
    Dank einer bewährten und ausgeklügelten Software sorgt PalSetTM von Wilux Print AG  für einen reibungslosen, weitgehend automatischen Ablauf der Palettenetikettierung: angefangen bei der Identifikation, über die längs- und stirnseitige Etikettierung der Palette und Verifizierung des Etiketts, bis hin zur Protokollierung. Ein hoher Automatisierungsgrad ermöglicht innerbetriebliche Rationalisierungen. Da der Hersteller immer über die Lagerbestände beim Grossisten und bei den Detaillisten informiert ist, können Nachlieferungen bereitgestellt werden, ohne dass eine Bestellung vorliegt. Dies vereinfacht das Bestellwesen. Der Hersteller kann durch die individuelle Auszeichnung der Handelseinheiten, der Detailhandelseinheiten sowie der Palette seine Verantwortung in der Wertschöpfungskette übernehmen.

    Neue Roboteinheiten für die Kommissionierung
    Den Materialfluss in aktiven Bereichen vor Hochregallagern für den Leistungsanstieg und das Qualitätsmanagement zu automatisieren, gilt in zahlreichen Branchen als wichtiger Schritt zur zeitgerechten Gestaltung der Betriebsabläufe. Damit verbundene Anforderung an   Erfassung und Kontrolle von Warenpaletten oder Materialbehältern sowie sichere Bewegungsabläufe zwischen Hochregallagern und den Zielstationen lassen sich  nach genauer Planung in nahezu allen Fällen mit standardisierten Einheiten der Ident- und Stetigfördertechnik realisieren. Hingegen wird gezielte   Entwicklung verlangt, wenn diese Grundsätze über eine automatische Ver- und Entsorgung von  Kommissionierbereichen hinaus verlängert werden, also  auch die Entnahme einzelner Gebinde umfassen. Zwei  automatisierte Kommissioniersysteme für diese Aufgaben in Lebensmittel-Logistikzentren hat Swisslog entwickelt, sogenannte Roboteinheiten für das Kommissionieren von Trays oder Behältern aus Regalfächern. Der abgebildete Robopick von Swisslog Digitron-OWL AG benötigt eine Einsatzbreite von 1,7 m und lässt sich daher problemlos in Hochregallagerbereichen integrieren, auch in Kombination mit anderen Kommissioniertechniken.

    Mobiles Datenerfassungsgerät
    In der Logistik ist der Bedarf nach aktuellen Daten hoch. Dort, wo gestern die Datenerfassung und sporadische Übertragung mit einem Batch-Terminal noch genügend war, ist heute die Echtzeit-Datenübertragung gefragt. Das mobile Terminal ICS-DT810RC entspricht diesen Anforderungen. Basierend auf dem in der Praxis bewährten Modell ICS-DT 800 wurde die Kommunikation mit einem Spread Spectrum Funkmodem erweitert, welches im Bereich von 2,4 GHz arbeitet. Diese Technologie bietet eine problemlose Integration mittels Access- Points in bestehende Netzwerke. Durch die hohe Übertragungsrate von 1,6 Mb/s sind auch anspruchsvolle Applikationen im Client-Server-Bereich realisierbar. Zudem ist für dieses Gerät auch die Terminalemulations-Software für IBM 5250, 3270, HP 700/92 sowie DEC VT 100/220-7 verfügbar, mit welcher auch bestehende Host-Applikationen ohne Modifikation lauffähig sind. Mit dem integrierten Laser-Scanner und nummerischer Tastatur ist eine automatische wie auch eine manuelle Datenerfassung während 12 Stunden gewährleistet.

    Outsourcing in der Grosspackerei 
    Zu den Trends unserer Zeit gehört Outsourcing an Spezialisten. Ein Beispiel hierfür ist die seit langem gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen ABB Industrie AG und egolf verpackungs ag. Sie führte vor zwei Jahren zu einer neuen Form der «Auslagerung»: Nicht die zu verpackenden Produkte ändern ihren Standort, sondern die Spezialisten und ihre Leistung kommen zu den Produkten.
    Die Traditionsfirma egolf verpackungs ag - gerade 125 Jahre alt geworden - verfügt an ihrem Hauptsitz in Zürich-Altstetten über eine gut ausgebaute Verpackungshalle und genügend Landreserve; demnächst wird weiter vergrössert. Dennoch können bei weitem nicht alle Arbeiten «zu Hause» ausgeführt werden.
    Zu den Stammkunden von egolf gehören u.a. diverse ABB- und Alstom-Firmen. Sie schliessen mit den vielfältigen Verpackungsservice-Leistungen des spezialisierten Unternehmens ein Bindeglied in ihrer Logistikkette zwischen Herstellung und Versand. In der 1300 m2 grossen Packerei der ABB Industrie AG in Birr läuft heute der ganze Verpackungsbetrieb nach der Regie von egolf - und doch sind alle Prozessabläufe weiterhin in die Steuerstelle und das Qualitätsmanagement-System der ABB eingebunden. Verpackt werden 2 bis 60 Tonnen schwere Motoren und Antriebe, aber auch standardisierte Kleinteile und Bleche. Den grössten Teil der Arbeiten beanspruchen derzeit Bleche sowie Motoren in der Gewichtslage zwischen 12 und 20 Tonnen. Werden Maschinenteile oder Bleche an Baustellen ausgeliefert, so dürfen diese nicht allzu schwer sein, denn sonst könnte das Handling beim Auspacken Probleme bereiten. «Die ganze Verpackungskette ist heute eben ein Bestandteil der Produktion», erklärt Geschäftsleiter Robert Lehner und ergänzt: «Eine gut organisierte Verpackungskette spart Produktionskosten.»

    Rationelle Manipulation von Materialrollen
    Die Bereitstellung des Verpackungsmaterials für die modernen Hochleistungs-Abpackmaschinen ist eine Arbeit, die zur eigentlichen Fertigungskette gehört. Das Verpackungsmaterial wird heute aus fabrikationstechnischen und wirtschaftlichen Gründen immer mehr in Form von schweren Rollen verwendet. Eine einfache Hilfe für rückenschonendes Handling von Lasten bis 200 kg bringen die aus rostfreiem Stahl und Aluminium gebauten Lift-Trolleys der schwedischen Firma Protema, in der Schweiz erhältlich bei der Generalvertretung MAPO AG. Die Geräte sind in vielen Unternehmen erfolgreich in Anwendung (in der Schweiz u.a. bei Roche, Wander, Novartis, Nestlé usw.).
    Für die Manipulation von Rollen kann das Standardgerät (mit Plattform) mit einfachen Zusatzausrüstungen in ein Gerät für Rollenhandling umgestellt werden: Der V-Block zum Festhalten von liegenden Rollen wird auf die Plattform aufgesteckt; dieses Zusatzgerät aus rostfreiem Stahl ist beidseitig je 90 Grad drehbar. Für liegende Rollen kann auch ein Dorn verwendet werden. Für die Aufnahme von stehenden Rollen und das Abdrehen für das Einsetzen in die Verpackungsmaschinen gibt es eine elektrisch wirkende drehbare Klammer. Die Klemmarme des «easy-squeeze» sind einstellbar, der Pressdruck ist regulierbar. Die für Rollen bis 620 mm Durchmesser vorgesehene Klammer ist wahlweise elektrisch oder von Hand drehbar.

    Komplette Förder-, Lager- und Kommissionieranlage
    Die innerbetrieblichen Transportwege wesentlich zu verkürzen, externe Lager aufzulösen und durch höhere Lager- und Kommissionierleistung Produktionserweiterungen hinsichtlich neuer Produkte und Märkte zu ermöglichen, dies war das erklärte Ziel der Zott GmbH in Mertingen. Part des Generalunternehmers SSI Schäfer Noell: Gleichzeitiger Neubau eines klimageführten 9-gassigen kombinierten Hochregallagers für Fertigwaren, Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffe und paralleler Umbau des ebenfalls 9-gassigen vorhandenen Fertigwarenlagers hinsichtlich Steuerungstechnik und Integration in das neue hochverfügbare Lagerverwaltungssystem (ebenfalls entwickelt und installiert von SSI Schäfer Noell). Kernstück des Gesamtsystems ist das Lagerverwaltungssystem mit hierarchisch aufgebauter Steuerung. Der Lagerverwaltungsrechner (LVR) verwaltet das Hochregallager platzgenau über den Palettenident der Paletten inklusive der Paletteneigenschaften und steuert die Ein-, Aus- und Umlagervorgänge. Der LVR hat Schnittstellen zu allen untergelagerten Steuerungen (UST). Diese bestehen aus 5 Förderanlagensteuerungen (FAST) und den Steuerungen der 18 Regalbediengeräte sowie weiteren Anlagenkomponenten wie beispielsweise Scannern. Verwaltungsrelevante Informationen wie Anlagenstatus- und Vollzugsmeldungen von LVR-Transporten werden dem LVR bekanntgegeben. Dieser kommuniziert mit 2 übergeordneten Hosts - dem Warenwirtschaftssystem und dem Produktionsleitsystem - über eine Telegramm-orientierte Schnittstelle auf Basis Oracle-QL*NET. Über diese Schnittstellen geben die Hosts dem LVR lagerrelevante Artikelstammdaten, Einlageravisen für einzulagernde Paletten, tourbezogene Versand-Auslageraufträge, interne Auslageraufträge und Tourende bekannt. Der LVR gibt den beiden Hosts die Resultate zu den von ihnen initiierten Aufträgen bekannt, z.B. den Lagerplatz oder die Fachräumung jeder ein- oder umgelagerten Palette sowie den Verfügbarkeitszustand des Bestandes jeder Gasse. Damit besitzt der Host zu jedem Zeitpunkt exakte Kenntnis über den Warenbestand des HRL. Das gilt auch für den Abarbeitungszustand seiner Auslageraufträge, denn der LVR meldet auch die Bereitstellung am Auslagerziel, einen Nicht-Erfüllbarkeitsvollzug, wenn die angeforderte Auslagermenge nicht vollständig bedient werden kann sowie den Gesamtvollzug zum Auslagerauftrag, wenn die letzte Palette bereitgestellt wurde.

    Weiterentwicklung der Transpondertechnik
    Im Herbst 1999 präsentierte Georg Utz AGden ersten mit einem Transponder bestückten Kunststoffbehälter. Dieser elektronische  Datenträger nimmt mit Hilfe von Radiofrequenzsystemen die präzise und zweifelsfreie Identifikation von Produkten und Trans-portträgern vor. In der Zwischenzeit konnten sich mehrere Kunden von Utz-Systemen überzeugen. Für die Zielsteuerung auf Förderbändern, bei der Kommissionierung und Lagerbewirtschaftung hat sich diese Technik bereits mehrfach in der Praxis bewährt. Im Hinblick auf eine noch effizientere Logistik hat Utz eines der ersten Identifikationssyste-me entwickelt, welches mehrere, jeweils mit einem Transponder bestückte Boxen oder Paletten gleichzeitig identifizieren kann. Dabei kommt auch der Sicherheit vor Fälschun-gen grosse Bedeutung zu.
    Mit der neuesten Technik können die Transponder nicht nur gelesen, sondern mit den gleichen Lesegeräten auch beschrieben werden. Dies bietet ganz neue Kontrollmöglich-keiten. Bei «Gate», der komplexen Leseeinrichtung, werden die aufrecht stehenden Transponder von zwei Seiten erfasst. Mit üblichen Transponderabmessungen lassen sich hier Durchgangsreichweiten bis zu 1,6 Meter erzielen. Entsprechend anwenderspe-zifisch entwickelter Software stehen alle Möglichkeiten für Steuerung, Protokollierung, Verwaltung usw. zur Verfügung. Um das System zusätzlich attraktiv zu machen, hat Georg Utz eine intelligente Verbindung von Transponder und Gebinde geschaffen. Indem die Datenträger nachträglich an den Behälter resp. die Palette angebracht werden (und nicht wie bis anhin in den Kunststoff eingespritzt), können sie bei Bedarf ohne weiteres wieder voneinander getrennt werden. Dies ist im Falle eines kurzfristigen Wechsels des Einsatzzwecks eines Behälters von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

     

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    Flexible Weinabfüllung mit zwei Linien
    wilux_1.jpg (38089 Byte)Seit kurzem ist bei der St. Jakobskellerei Schuler & Cie AG eine neuartige Abfüllanlage in Betrieb. Sie beinhaltet zwei identische Linien im Parallellauf. Abgefüllt wird entweder eine Weinsorte oder zwei verschiedene Produkte - d.h. verschiedene Wein- und/oder Flaschensorten. Die Anlage, die insgesamt für 15 verschiedene Flaschenformate eingerichtet werden kann, wurde von Wilux Print AG als Generalunternehmerin auf einer Fläche von 190 m2 erstellt. Die Stundenleistung pro Linie beträgt 2'500 Flaschen.

    Informatik-, Logistik- und Etikettiersysteme in der Fleischfabrik harmonisch vereint
    willett_2.jpg (25064 Byte)Die tägliche lückenlose Verfügbarkeit ist für Nahrungsmittelhersteller besonders wichtig. Förderanlagen und effiziente Etikettiersysteme, die ohne Klebstoff auskommen, leisten dazu einen wesentlichen Beitrag.

    Die Migros-Fleischfabrik Micarna SA versorgt weite Teile der ganzen Schweiz mit Wurstwaren und Frischfleisch. Der steigende Ausstoss bei der garantierten optimalen Produktivität und Liefersicherheit machten zusammen mit der Einführung neuer Migros-Gebinde (Hersteller: Georg Utz AG) einen Ausbau der Kommissionieranlage notwendig. Am Projekt beteiligten sich die Firmen

       
    • Videojet Technologies Suisse GmbH als Lieferantin des automatischen Etikettiersystems; gleiches System ist auch bei der Fett, Margarine und Waschmittel herstellenden Migros-Tochter Mifa erfolgreich in Anwendung.
    • Wyss Technik AG als Fördertechnik-Lieferantin
    • Zühlke Engineering AG als Projektleiterin und Informatik-Verantwortliche.